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Freitag
02.01.2026

Medien / Publizistik

Der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard und Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, verkünden Neuigkeiten: Wunderkerzen auf einer Champagnerflasche waren wohl die Brandursache...     (Pressekonferenz Live-Stream)

Der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard und Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, verkünden Neuigkeiten: Wunderkerzen auf einer Champagnerflasche waren wohl die Brandursache... (Pressekonferenz Live-Stream)

Nach der tödlichen Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana in der Neujahrsnacht haben die Walliser Behörden am Freitagnachmittag in Sitten über den Stand der Ermittlungen informiert.

Laut der Walliser Staatsanwaltschaft wurden die Flammen mutmasslich durch Wunderkerzen ausgelöst, die auf Champagnerflaschen montiert waren.

Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer erklärte, die betroffene Bar «Le Constellation» habe über einen Notausgang verfügt. Für die Kontrolle der Sicherheitsvorschriften seien im Wallis die Gemeinden zuständig. Zum betreffenden Gebäude seien dem Kanton bislang keine Berichte über Mängel zugegangen.

Unklar bleibt, wie viele Personen sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Bar aufhielten. Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud sagte vor den Medien, die Betreiber seien als Auskunftspersonen einvernommen worden. Eine genaue Zahl lasse sich vermutlich nie feststellen, da es in einer Bar ein ständiges Kommen und Gehen gebe.

Absolute Priorität habe derzeit die Identifizierung der Opfer, betonte der Chef der Walliser Kantonspolizei, Pierre-Antoine Lengen. Dafür kommt ein 30-köpfiges DVI-Team (Disaster Victim Identification) zum Einsatz, bestehend aus spezialisierten Polizeiermittlern, Rechtsmedizinern und Zahnärzten.

Die Einheit arbeite nach internationalen Standards und werde von Partnern aus anderen Kantonen, vom Bund sowie aus dem Ausland unterstützt.

Bislang konnten 113 von 119 Verletzten identifiziert werden, darunter 71 Schweizer Staatsangehörige. Rund 40 Menschen, viele von ihnen jung, kamen ums Leben. Für Angehörige wurde eine Helpline eingerichtet.

Bemerkenswert ist die offene und strukturierte Kommunikationsstrategie der Walliser Behörden, konstatiert der Klein Report.

Mit regelmässigen Medienkonferenzen, klaren Aussagen und nachvollziehbaren Zuständigkeiten setzen Kanton, Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Ausnahmesituation auf Transparenz – und schaffen damit Vertrauen in einer sensiblen Phase der Aufarbeitung.