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Mittwoch
19.01.2005

Noch hat die neue Key-Account-Unit der Publicitas keinen offiziellen Namen, doch ab Sommer soll das neue «Kompetenzzentrum für medienübergreifende Rubriken-Angebote in Print- und Online-Medien» voll operativ sein. Erst noch muss die Publipresse, so ihr Generaldirektor Otto Meier am Mittwoch vor der Presse, 7 Mio. Franken vor allem in IT-Technologien investieren, damit die Unit am wieder wachsenden Rubrikenmarkt mit 40 Mitarbeitenden - zumeist aus der P rekrutiert - und mit neuen Tools das Kuchenstück erweitern kann.

«Wir konzentrieren uns auf die professionellen Auftraggeber, die mit professionellen Tools vertraut sind», erklärte Meier weiter. Und dabei gehts vor allem um die Player, die in den Märkten Automobil, Immobilien und Stellen aktiv sind und mit denen die Publipresse vergangenes Jahr 350 Mio. Franken Umsatz erzielt hat. Grund für die neue Unit sind aber auch die forscher auftretenden Online-Mitbewerber auf dem Markt, wie der Kompetenzzentrum-Projektleiter Andreas Göldi betonte: «Es gibt verschiedene Online-Anbieter, die auch Printmöglichkeiten offerieren. Aber nur die P hat die zuverlässige Datenbasis dafür.»

Mithin reagiert die Publipresse vor allem auf das Drängen ihrer Kunden, von denen 73% auf Grund einer internen Befragung ein einfaches Handling ihrer Aufträge und 70% die Nutzung der multimedialen Angebote wünschten. «Die Inserenten denken medienübergreifend und wollen ihre Anzeigen in den für sie effizientesten Medien platziert haben», erklärte Göldi. Effizienzsteigerung heisst für Publipresse aber auch, dass am Ende «one order, one bill» resultiere.

Noch unklar ist die Preisgestaltung in der neuen Unit. Es werde aber «kein monolithisches Kombi-Angebot» geben, so Göldi. Kein Wunder, denn laut Otto Meier gebe es noch eine «hohe Preisdifferenz» zwischen Print und Online. «Wir gehen davon aus, dass eine Angleichung stattfinden wird», sagte er. Online-Angebote würden eher nach oben tendieren, derweil die Rubrikenpreise unter Druck gerieten.

Göldi und Meier setzen mit ihrem neuen Unit auf die starke regionale Präsenz durch das Publicitas-Netz, um die von Meier geschätzten 1000 bis 2000 professionellen Kunden zu bedienen. «Auf den Privatkundenmarkt will die neue Unit sich nicht fokussieren», sagte der Generaldirektor. Andererseits arbeitet die Publipresse auch an Angeboten für die Verlage: «Gewisse Module werden noch ausgebaut», sagte Göldi, und Meier verwies auf die «White Label»-Technologie, die vermehrt angepreisen werde.