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Mittwoch
21.03.2007

Bertelsmann will sein künftiges Wachstum stärker mit Hilfe von Finanzinvestoren bestreiten. Der deutsche Medienkonzern will gemeinsam mit Morgan Stanley und Citigroup einen Private-Equity-Fonds über eine Milliarde Euro auflegen. Dabei werde Bertelsmann den Fonds mit 500 Millionen Euro speisen, wie Finanzchef Thomas Rabe am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz sagte. Das Ziel sei, in den nächsten vier Jahren gemeinsam mit den Finanzinvestoren und möglichen weiteren Partnern Minderheitsbeteiligungen im Mediensektor zu erwerben und diese später schrittweise auszubauen, führte Rabe weiter aus.

Der Konzerngewinn verdoppelte sich 2006 vor allem wegen des Verkaufs des Musikverlages BMG Music Publishing. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 16% auf 1,87 Mrd. Euro. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 7,9% auf 19,3 Mrd. Euro. Die erfolgreichste Sparte war auch 2006 die Fernsehtochter RTL mit einem Beitrag von 835 Mio. Euro zum operativen Gewinn. Die Druck- und Dienstleistungssparte Arvato kam auf 367 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg weltweit von 91 500 auf 97 100.