Der Bundesrat hat einen Bericht über die «Transparenz bei den Expertenmandaten der Bundesverwaltung» vorgelegt; der die stetig wachsenden Dienstleistungen an die Departemente, Behörden und Gerichte belegt. Von 2009 an stiegen die Dienstleistungszahlungen von 470 Millionen auf 742 Millionen Franken (2012), wie der Bundesratsbericht in Bern festhält.
Die CVP-Ständerätin Brigitte Häberli-Koller hatte zusammen mit 42 Mitunterzeichnenden ein Postulat eingereicht, um über die vielen Dienstleistungszahlungen der Departemente durch Dritte mehr Informationen zu bekommen. Die Landesregierung legt nun einen Bericht über die Transparenz dieser Zahlungen vor, der mehr Aufklärung der doch umfangreichen Beratungsleistungen des Bundes bringt.
Die grössten Beträge aus den Departementen und Ämtern fliessen für Allgemeine Beratungsdienstleistungen, z.B. für das Finanzdepartement (2012) zehn Millionen Franken, für das Departement für Wirtschaft (2012) 47 Millionen Franken oder beim Departement Uvek (Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) (2012) rund 88 Millionen Franken.
Bei den Informatikdienstleistungen beanspruchte das Finanzdepartement (2012) mit rund 112 Millionen Franken, gefolgt vom VBS mit 94 Millionen, am meisten Bundesgelder. Für Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen bewegen sich die Ausgaben im Bereich von einer zweistelligen Millionenhöhe; z.B. im Uvek (2012) sind es rund acht Millionen, beim Departement des Innern (2012) rund fünf Millionen, wie im Bericht des Bundesrates ausgeführt wird.