Dreifacher Sieger beim Bayerischen Filmpreis ist dieses Jahr «Der Untergang», das Drama um die letzten Tage in Adolf Hitlers Führerbunker. Der Münchner Filmemacher Bernd Eichinger erhielt den mit 200 000 Euro dotierten Produzentenpreis. Der Schweizer Bruno Ganz wurde für seine «herausragenden Leistungen» in der Rolle Hitlers mit dem Darstellerpreis (10 000 Euro) geehrt, und auch der Publikumspreis ging an den «Untergang».
Weitere Darstellerpreise (je 10 000 Euro) gingen an Jessica Schwarz und Matthias Schweighöfer für ihre Rollen in dem Debütfilm «Kammerflimmern» sowie an Julia Jentsch für die Verkörperung der Jule in der Tragikomödie «Die fetten Jahre sind vorbei». Den Ehrenpreis des «Bayern-Oscar» bekam der Produzent, Drehbuchautor und Regisseur Volker Schlöndorff («Die Blechtrommel», «Der neunte Tag»).
Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber übergab die Auszeichnungen am Freitagabend bei einem Festakt im Münchner Prinzregententheater. Der Bayerische Filmpreis ist mit insgesamt 300 000 Euro dotiert und gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen des deutschen Films. Er wurde dieses Jahr zum 26. Mal vergeben. Der erstmals verliehene Comedypreis (10 000 Euro) ging an Michael «Bully» Herbig für seinen Kassenschlager «(T)Raumschiff Surprise». Mit dem Regiepreis (10 000 Euro) wurde Dennis Gansel für seinen Film «Napola - Elite für den Führer» geehrt. Oskar Maria Roehler wurde für die bitterböse Satire «Agnes und seine Brüder» mit dem Drehbuchpreis (10 000 Euro) ausgezeichnet.
Freitag
14.01.2005