Die Verantwortlichen der «Basler Zeitung» fühlen sich durch die Ankündigung einer Sonntagsausgabe der Mittelland-Zeitungen herausgefordert, wollen aber die Resultate einer Marktstudie abwarten, bevor sie allfällige Gegenmassnahmen beschliessen. Dies gab BaZ-Sprecher Walter Schäfer am Dienstag bekannt. Ein zusätzliches Angebot auf dem Markt neben «SonntagsBlick» (Ringier), «SonntagsZeitung» (Tamedia), «NZZ am Sonntag» (NZZ), «Südostschweiz» und neu der Mittelland-Blätter sei «für einen Mitbewerber immer eine Herausforderung», räumte er ein. Eine schon länger laufende Marktstudie soll ungefähr für Ende März Hinweise geben, ob und wie die BaZ reagieren soll.
Die Studie soll die Positionierung der BaZ im Markt nach der 2004 eingeleiteten Überarbeitung, dem Ausbau des Regionalteils der Zeitung im vergangenen Jahr und weiteren Veränderungen überprüfen. Eine Frage unter anderen ist laut Schäfer auch jene nach einer siebten Ausgabe. «Dass wir rasch reaktionsfähig sind, haben wir beim Ausbau des Baselland-Teils gezeigt», sagte Schäfer. Nachdem die «Basellandschaftliche Zeitung» in Liestal im vergangenen Jahr für September ihr Zusammengehen mit den Mittelland-Zeitungen «Aargauer Zeitung/Limmattaler Tagblatt», «Solothurner Zeitung» und ihre Kopfblätter, «Oltner Tagblatt» und «Zofinger Tagblatt» angekündigt hatte, konterte die BaZ schon im August mit dem Ausbau des Regionalteils samt einem zusätzlichen Bund und einer wöchentlichen Grossauflage. - Siehe auch: «Mittelland Zeitung»-Sonntagsausgabe kommt im September
Dienstag
06.03.2007