Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat am Mittwoch ein Treffen mit Vertretern der Gewerkschaften und der grösseren Dienstanbieter im Telecomsektor durchgeführt. Die Teilnehmenden haben über die Arbeitsbedinungen diskutiert. Das Bakom sei gesetztlich verpflichtet, zu überprüfen ob die Anbieter von Fernmeldediensten die «Arbeitsbedingungen der Branche gewährleisten», teilt das Bundesamt mit. Mit der Aussprache wollte das Bakom dafür sorgen, dass die betroffenen Kreise eine bessere Rechtssicherheit erhalten, sowie den Dialog zwischen den Sozialpartnern der Telekommunikationsbranche unterstützen.
Um über besser Diskussionsgrundlagen zu verfügen, hat das Bakom bei Jean-Fritz Stöckli, Ordinarius für Privatrecht an der Universität Basel, ein Gutachten zur Erarbeitung entsprechender Grundlagen in Auftrag gegeben. Die Gewerkschaften Kommunikation und Transfair als Interessenvertreterinnen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teilen die Folgerungen aus dem Gutachten Stöckli nur teilweise. Die Gewerkschaft Kommunikation hat deshalb ein entsprechendes Zusatzgutachten bei Thomas Geiser von der Universität St. Gallen ausarbeiten lassen.
Unter der Leitung von Marc Furrer, Direktor des Bakom, haben die Sozialpartner auf der Basis der beiden Gutachten Stöckli und Geiser ihre Standpunkte dargelegt, teilt das Bakom weiter mit. Im Zentrum der Diskussion standen Fragen nach der Definition der Branche, den Arbeitsbedingungen, der Einhaltung derselben hinsichtlich der Erfüllung der Konzessionsvoraussetzungen wie auch der Durchsetzung der Konzessionsbedingungen. Diese Fragen wurden intensiv erörtert, auch wenn die Lage in der Telecombranche zur Zeit als nicht problematisch eingeschätzt wird. Als nächster Schritt kamen die Teilnehmenden am Treffen überein, die Arbeitsbedingungen bei den Dienstanbietern zu erheben und systematisch zu vergleichen. Darauf gestützt soll unter der Leitung des Bakom der weitere Handlungsbedarf geklärt und der Dialog weitergeführt werden.
Donnerstag
23.12.2004