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Montag
26.03.2007

Burmas Militärregime lässt erstmals ausländische Journalisten in die neue Hauptstadt Nay Pyi Taw einreisen. Alle Medienschaffenden, die Visa beantragt hätten, hätten diese bekommen, erklärte das Informationsministerium am Montag. Dies gelte auch für Reporter, die zuvor auf der schwarzen Liste gestanden hätten. Für eine am Dienstag geplante Zeremonie der Streitkräfte seien rund 50 ausländische Journalisten zugelassen. Burma gilt neben Nordkorea als das am stärksten abgeschottete Land.

Das Militärregime hatte im Oktober 2005 über Nacht die bisherige Hauptstadt Rangun mit der Begründung verlassen, die zentrale Lage von Nay Pyi Taw (übersetzt: Königliche Stadt) zwischen Rangun und der zweitgrössten Stadt Mandalay sei für eine Hauptstadt besser geeignet. Bis vor einem halben Jahr ähnelte der Ort jedoch noch eher einer Baustelle als einer Stadt. Mittlerweile haben rund ein Dutzend Hotels geöffnet, für Besucher ist die Anreise jedoch noch schwierig: So gibt es nur drei Flüge pro Woche von Rangun. Die Autofahrt dauert von dort aus mindestens sieben Stunden.