Mit grossem Stolz hatten das deutschsprachige Schweizer Fernsehen und die Swisscom Ende November 2006 die Tagesschau fürs Handy gestartet und kürzlich von über 40 000 Abonnenten berichtet. Tatsächlich seien es aber nur 3000 Abonnenten, die sich News und Wettervorhersage auf diese Weise reinziehen, berichtete der «Sonntagsblick» an Ostern. Grund: «Schlechte Empfangsqualität und Unterbrüche». Ein ruckelfreies Sehvergnügen sei nicht immer möglich. «Schuld daran ist die mangelnde Abdeckung durch UMTS-Antennen», schreibt der SoBli. Die Swisscom habe diese Zahl aus einer «gut informierten Quelle» nicht kommentieren wollen.
Weil beinahe jede Baueingabe für neue Mobilfunkantennen per Einsprache verzögert werde, werde sich so rasch nichts daran ändern. Auf die Verbindungsqualität angesprochen meinte Swisscom-Mediensprecher Carsten Roetz laut dem Ringier-Blatt: «Bei uns hat sich bis heute niemand beschwert.» Man sei jedoch zuversichtlich, dass sich UMTS bald bei einer breiten Bevölkerungsschicht beliebt mache. Laut Swisscom sind schon 280 000 UMTS-Handys im Einsatz, und täglich surfen 60 000 Laptop-User per UMTS durch das World Wide Web. Roetz deshalb: «Für uns ist UMTS keine Spielerei, sondern die Technologie der Zukunft».
Sonntag
08.04.2007