Premiere bei der Jubiläums-Berlinale: Der Amnesty International Filmpreis wird bei der diesjährigen Berlinale zum ersten Mal doppelt vergeben. Der Preis geht an den Spielfilm «Son of Babylon» von Mohammed Al-Daradji (Irak/Grossbritannien/Palästinensische Gebiete 2009) sowie an die Dokumentation «Waste Land» von Lucy Walker (Grossbritannien/Brasilien 2010). Die Filme liefen in der Sektion Panorama des Festivals. Dies teilte am Wochenende Amnesty International Deutschland mit.
«Beide Filme haben uns gleichermassen überzeugt. Da aber Spiel- und Dokumentarfilm nicht miteinander zu vergleichen sind, konnten wir nicht umhin und mussten den Amnesty International Filmpreis dieses Jahr an zwei Filme vergeben», begründete Schauspielerin Barbara Sukowa, Mitglied der diesjährigen Amnesty-Filmpreis-Jury, die Entscheidung.
«`Son of Babylon` ist ein einfühlsames Road Movie, das mit bewegenden Bildern und Situationen die Suche nach Heilung in einem durch Krieg und Schreckensherrschaft zerstörten Land zeigt. Trotz der tragischen Umstände hat der Film Humor und Leichtigkeit, er weckt Mitgefühl und die Hoffnung auf Versöhnung im Irak», meinte Barbara Sukowa bei der Verleihung des Preises in Berlin.
«`Waste Land` stellt unsere Vorurteile über Menschen am Rande der Gesellschaft infrage. Der Film porträtiert seine Protagonisten als Menschen mit Würde und öffnet auf diese Weise das Herz des Zuschauers. Veränderungen sind möglich - mit Mut und Kreativität.» Der Amnesty-Filmpreis wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehen. Er ist mit 5000 Euro dotiert.
Sonntag
21.02.2010




