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Montag
30.03.2026

Medien / Publizistik

Will sich mehr auf Forschung und Lehre konzentrieren.. (Bild: © wikipedia)

Will sich mehr auf Forschung und Lehre konzentrieren.. (Bild: © wikipedia)

Die Schweizer Medienforscherin Anna Jobin verlässt die eidgenössische Medienkommission (EMEK) per 30. April 2026 und wird aus der Kommission zurücktreten.

2019 wurde sie vom Bundesrat in das ausserparlamentarische Gremium gewählt, seit Oktober 2021 präsidiert sie die EMEK.

Seit Sommer 2025 ist Jobin als Assistenzprofessorin an der Universität Fribourg tätig und konzentriere sich seither stärker auf Forschung und Lehre, teilte die EMEK am Montag in einer Mitteilung mit.

Bereits in der «NZZ am Sonntag» wurde der Rücktritt von Anna Jobin bekannt. Sie freute sich darüber, dass die SRG-Initiative zur Senkung der Serafe-Gebühren abgelehnt wurde: «Alles, was wir in den vergangenen Jahren in der Kommission erarbeitet haben, steht in völligem Gegensatz zu dem, was diese Initiative verlangte.»

Abschliessend gab sie im «NZZ am Sonntag»-Interview zu bedenken: «Wir müssen uns fragen, wie die Demokratie im digitalen Zeitalter funktionieren kann.»

Die EMEK würdigt ihre scheidende Präsidentin mit den Worten: «Die Kommission hat in ihrer Amtszeit unter anderem Grundlagenarbeiten zur Förderung privater journalistischer Organisationen, zur Ausgestaltung des Service public im digitalen Zeitalter sowie zur Rolle und Macht digitaler Plattformen erarbeitet.»

Die Nachfolge im Präsidium wird durch den Bundesrat bestimmt und zu gegebener Zeit kommuniziert.