Die SRG weist für 2025 einen Betriebsertrag von 1,56 Milliarden Franken aus. Das entspricht dem genau gleichen Betrag wie 2024.
Für letztes Jahr ergebe sich ein Verlust von 2,9 Millionen Franken. «Ausschlaggebend dafür ist einerseits ein rückläufiger Betriebsertrag - vor allem infolge tieferer Einnahmen aus der Medienabgabe und einem Rückgang der Werbeerträge», schreibt die SRG am Mittwoch dazu, die unter anderem mit SRF, RTS, RSI und RTR vier Sender in den Landessprachen betreibt.
2024 wies der öffentlich-rechtliche Sender noch einen Gewinn von 15,3 Millionen Franken aus, der durch höhere Werbeeinnahmen (Olympia/Fussball-EM) sowie einem Teuerungsausgleich von 69 Millionen zustande kam.
2025 habe sich ein höherer Betriebsaufwand aufgrund von Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit der Transformation «Enavant» ergeben. «Durch den Abbau von 248 Vollzeitstellen konnten jedoch die Gehaltskosten spürbar gesenkt werden», schreibt die SRG, die mehrere Grossanlässe wie den Eurovision Song Contest (ESC) in Basel, die Fussball-Europameisterschaft der Frauen (UEFA Women's EURO) in der Schweiz und das Eidgenössische Schwing und Älplerfest (ESAF) in Mollis durchführen konnte.
Die Medienabgabe, die Serafe-Gebühr, sei im Vergleich zu 2024 um 33,4 Millionen Franken gesunken, heisst es ohne weitere Erkläriung. «Der reine Werbeertrag liegt 4,1 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang konnte im Berichtsjahr jedoch durch Sponsoringeinnahmen bei Sportgrossereignissen und dank dem ESC etwas abgefedert werden», heisst es weiter.
Zulegen konnte der Fernsehkonzern bei den Programmerträgen, die um 7 Millionen Franken angestiegen seien, was Erträge aus Weitersendungsrechten betrifft. Der kommerzielle Ertrag sei um 3,1 Millionen Franken gestiegen.
«Deutlich zulegen konnte auch der übrige Betriebsertrag mit plus 26,8 Millionen Franken, unter anderem im Zusammenhang mit Dienstleistungen rund um die Übertragung des ESC sowie dank eines Immobilienverkaufsgewinns.»
Letzteres betrifft den Verkauf der RSI-Liegenschaft Lugano-Besso, die über 10 Millionen Franken einbrachte.
Rückstellungen für Restrukturierungen durch die eingeleitete Transformation «Enavant» liessen den Betriebsaufwand um 11,4 Millionen ansteigen.
Die effektiven Gehaltskosten seien um 15,6 Millionen Franken zurückgegangen, der Personalbestand ging um 4,3 Prozent zurück, was 248 Vollzeitstellen betrifft.
«Mit den gebildeten Rückstellungen von 49,7 Mio. Franken zu Lasten der Jahresrechnung 2025 sind die Sozialplankosten für den weiteren Personalabbau bis 2029 bereits in der Bilanz erfasst und belasten künftige Ergebnisse nicht mehr», schreibt die SRG zu den schon eingepreisten Personalkosten. Für 2025 ergebe sich deshalb bei den Gehältern ein Anstieg von 23 Millionen Franken.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen seien um 5,9 Millionen auf 105,3 Millionen Franken gestiegen. «Die Abschreibungen bewegten sich mit 74 Millionen Franken 0,5 Millionen Franken über dem Vorjahresniveau», so die SRG zu diesen Brocken.




