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Donnerstag
16.12.2004

Im laufenden Jahr sind weltweit fast 189 Millionen Fotohandys ausgeliefert worden, was einem Wachstum von über 200% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zu diesem Ergebnis gelangen die Marktforscher von In-Stat/MDR, einem Ableger des auf Fachpublikationen spezialisierten Medienkonzerns Reed Elsevier, berichtet der IT-Newsdienst Heise.de am Donnerstag. Die Marktforscher sagen voraus, dass im Jahr 2009 bis zu 600 Millionen Handys mit Kamerafunktion verkauft werden könnten. Getrieben werde der Boom von der verbesserten Bildqualität der Fotohandys mit einer Auflösung von 2 oder noch mehr Megapixeln, dem Spassfaktor bei den Nutzern und der Hoffnung der Carrier, mehr Datenverkehr und damit Mehreinnahmen durch den Versand von Fotos über ihre Mobilfunknetze zu erzielen. Allerdings müssten die Preise für den Datenversand oder das Photo-Sharing, also Gebühren für das Einstellen von Fotos in Online-Portale, deutlich sinken, damit die Carrier insgesamt ein signifikantes Umsatzwachstum erzielen könnten.

Auch die Industrie hat Umsätze mit Fotohandys als Umsatzbringer entdeckt: Laut dem Mobile Imaging and Printing Consortium (MIPC) wurden 2004 über 5 Milliarden Fotos mit geeigneten Handys aufgenommen. Für 2008 rechnet das MIPC damit, dass 85% aller Mobiltelefone eine Kamera besitzen und damit 37 Milliarden Schnappschüsse gemacht werden. Im MIPC finden sich neben den grossen Herstellern von Druckern wie Hewlett-Packard, Canon und Epson inzwischen auch die Handyhersteller Nokia, Samsung und Siemens.