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Donnerstag
23.12.2004

Das nennt man doch vorbildlich kommunizieren: Der bulgarische Ministerpräsident Simeon Sakskoburggotski hat 100 000 von ihm unterschriebene Silvesterkarten an seine Bürgerinnen und Bürger verschickt. Dies berichtete die Zeitung «Trud» am Donnerstag in Sofia. Die Post des Regierungschefs ging an 99 000 Bulgaren, die aus den Telefonverzeichnissen landesweit ausgewählt worden waren. 1000 Karten waren an Diplomaten, Bürgermeister und hohe Beamte adressiert.

Die Karten wurden von Kindern aus 30 Heimen des Landes gemalt. Sie zeigen zwar Weihnachtssujets, wegen der muslimischen Minderheit in dem Balkanland dienen sie aber als Neujahrsgruss. Die Kosten für Druck und Versand übernahm die in Bulgarien regierende Nationale Bewegung von Sakskoburggotski, des Ex-Königs Simeon II. Die Parteizentrale habe wie eine Werkstatt des Weihnachtsmannes ausgesehen, weil alle dort damit beschäftigt waren, die Karten zu beschriften, schrieb «Trud».