Mittwoch
23.03.2011, 21:15
Google darf nicht beliebig Bücher scannen
Für 125 Millionen US-Dollar hat sich Google im Jahr 2008 in den USA das Recht erkauft, alle in den Vereinigten Staaten registrierten Bücher zu digitalisieren und zu verkaufen ... weiter lesen
Für 125 Millionen US-Dollar hat sich Google im Jahr 2008 in den USA das Recht erkauft, alle in den Vereinigten Staaten registrierten Bücher zu digitalisieren und zu verkaufen - ohne dafür eigens die Zustimmung der jeweiligen Autoren einholen zu müssen. Dies betraf notabene auch Bücher ausländischer Autoren. Nicht zuletzt deshalb stehen heute bereits 15 Millionen Werke in der digitalen Bibliothek Google Books - teils gratis zum Download, teils nur in Auszügen. Am Mittwoch wurde Googles Digitalisierungsprojekt aber arg ausgebremst. Ein New Yorker Bezirksrichter kippte den 2008 abgeschlossenen, Google Book Settlement genannten Vergleich zwischen dem Internetriesen und amerikanischen Autoren und Verlagen.
«Heute ist ein wichtiger Tag für das Urheberrecht», sagte am Mittwoch Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. «Das Urteil von Judge Chin zeigt der ganzen Welt, dass geistiges Eigentum nicht aufgrund privater oder kommerzieller Interessen zur Disposition gestellt werden kann.» Das Scheitern des von Google angestrebten Vergleichs dürfe allerdings ... weiter lesen

