SRF und RTL drehen gemeinsam eine neue «Heidi»-Serie. Damit greift das Schweizer Fernsehen einen der bekanntesten Stoffe der Schweizer Literaturgeschichte neu auf – diesmal nicht als reine Nacherzählung, sondern als Fortsetzung.
Die Dreharbeiten zur neuen Serienadaption haben begonnen. In der Titelrolle steht Neah Hefti vor der Kamera, János de Weck spielt Peter, Christian Kohlund den Alpöhi. Klara wird von Lotte Engels verkörpert. Zum Ensemble gehören zudem Dominique Devenport, Charly Hübner und Heike Makatsch als berühmt-berüchtigtes Fräulein Rottenmeier.
Produziert wird die Serie von DCM Schweiz und Gaumont im Auftrag von SRF und RTL. Gedreht wurde bereits in Köln und Umgebung, in den kommenden Monaten folgt das Bergell als Schweizer Kulisse. Die Ausstrahlung ist für 2027 geplant.
Die neue «Heidi»-Serie setzt nach den bekannten Ereignissen der Bücher von Johanna Spyri ein. Heidi, Peter, Klara und der Alpöhi bleiben die Fixpunkte, doch die Geschichte richtet den Blick auf eine Heidi, die älter wird und über das Leben auf der Alp hinauswächst.
Damit wagt SRF eine medienstrategisch interessante Neuinterpretation eines nationalen Mythos. Spyris «Heidis Lehr- und Wanderjahre» erschien 1880, der zweite Band folgte 1881. Seither ist Heidi zur globalen Schweizer Ikone geworden – übersetzt in Dutzende Sprachen, verfilmt, animiert, vermarktet und immer wieder neu erfunden.
Zu den bekanntesten Adaptionen zählen der Schweizer Film von 1952, die Fernsehfassung von 1978, die japanische Anime-Serie von 1974 sowie Alain Gsponers Kinofilm von 2015 mit Anuk Steffen und Bruno Ganz. Nun also folgt die nächste Etappe: Heidi als Serienfigur im internationalen Koproduktionsmarkt.
Regie führen Johannes Bachmann («Tschugger») und Isabel Prahl («Deutsches Haus»). Das Serienkonzept stammt von Valentina Brüning, gemeinsam mit den Schweizer Autorinnen Seraina Nyikos und Béatrice Huber.




