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Sonntag
12.07.2026

TV / Radio

«Heldenhaft wie meine Jungs heute den Weltmeister dominiert haben», sagte Murat Yakin angespannt, aber konzentriert kurz nach dem Ende des WM-Traums...  (SRF-Screens.)

«Heldenhaft wie meine Jungs heute den Weltmeister dominiert haben», sagte Murat Yakin angespannt, aber konzentriert kurz nach dem Ende des WM-Traums... (SRF-Screens.)

Die ganze Schweizer Fussballwelt sass in der Nacht auf Sonntag morgens um 3 Uhr vor dem Bildschirm und musste mitansehen, wie Breel Embolo wegen einer Schwalbe die rote Karte erhielt und die Schweizer Nati in Unterzahl weiterspielen musste  und das in der zweiten Halbzeit kurz nach dem Ausgleich des Teams von Murat Yakin.

Stürmer Breel Embolo ging nach einem Zweikampf mit Argentiniens Mittelfeldspieler Leandro Paredes zu Boden. Der Schiedsrichter wertete dies als Foul von Paredes.

Doch dann wurde der Video-Assistent (VAR) eingeschalten und zeigte eine Schwalbe von Breel Embolo, der Paredes leicht berührte. Nur hebt Embolo schon früher ab und sucht die Berührung mit dem argentinischen Spieler.

Erst der Videoschiedsrichter bewertet die strittige Spielsituation und eine gelbe Karte ging an Embolo. Dieser hatte bereits in der ersten Halbzeit des WM-Viertelfinals eine eingefangen und deshalb wurde aus der zweiten eine rote Karte.

«Skandal» schrie SRF-Kommentator Sascha Ruefer, «Drama» tönte es bei anderen Kommentatoren. Denn es war am Ende die spielentscheidende Szene für die Schweizer Nationalmannschaft, die aussergewöhnlich gut gegen den amtierenden Weltmeister gespielt hatte. Ein Sieg lag in der Luft.

Auf verschiedenen Kanälen haben ehemalige Schiedsrichter im Nachgang den VAR-Entscheid als korrekt eingestuft. Der Tatbestand der Verwechslung greife hier, als der Schiedsrichter auf dem Platz die Szene zunächst als Foul von Paredes gewertet habe.

Kontrolliert und gelassen kommentierte Murat Yakin nach dem Aus für die Schweiz den Match beim Schweizer Fernsehen (SRF) und stellte sich hinter Breel Embolo.

«Heldenhaft wie meine Jungs heute den Weltmeister dominiert haben», sein Matchplan sei auch dieses Mal aufgegangen, «es wäre mehr drin gelegen», zieht der Coach Bilanz. Aber auch der Nati-Trainer war über den VAR-Entscheid entrüstet.

Das Regelwerk wurde im Vorfeld der WM-Endrunde von der Fifa angepasst.

Der Entscheid löste eine riesiges mediales Echo aus und dürfte neben anderen Schiedsrichter-Entscheidungen im Schweizer-Match gegen Argentinien noch zu reden geben.