Auch dieses Jahr zeigt die neue «Trendstudie 2026» von jim & jim und CH Media Mind, wie die Jungen gegenüber Marken und KI eingestellt sind und was ihnen wichtig ist.
Der Klein Report sprach mit Marc Heinicke, der als 26-Jähriger an der Lancierung der Studie mitgearbeitet hat. Einst träumte Heinicke von einer Eishockey-Laufbahn, tüftelt heute bei der Vermarktungseinheit CH Media Mind an neuen Vermarktungsansätzen.
Seit wann sind Sie bei CH Media Mind?
Marc Heinicke: «Eigentlich wollte ich Eishockey-Profi werden. Mit 17 zog ich alleine nach Schweden und spielte als Goalie in der höchsten Juniorenliga. Verletzungen zwangen mich aber, neue Ziele zu verfolgen. Zurück in der Schweiz sammelte ich erste Berufserfahrung, begann ein Kommunikationsstudium und lernte neue Personen kennen. Über diesen Weg fand ich vor zweieinhalb Jahren in den Vermarktungs-Bereich von CH Media – und damit in die Medien.»
Heute arbeiten Sie bei der Vermarktungsunit CH Media Mind. Was sind Ihre konkrete Aufgaben?
Heinicke: «Als Strategy & Business Communications Manager unterstütze ich die Leitung von CH Media Mind bei der strategischen Weiterentwicklung der Unit. Gleichzeitig verantworte ich unsere B2B-Kommunikation – von der Konzeption über die Planung bis zur Umsetzung. Mein Aufgabenbereich reicht von der Entwicklung von Marken- und Kommunikationsstrategien über die Aufbereitung von Kommunikation und Werbemittel bis hin zur Realisierung klassischer B2B-Kampagnen.»
Wie erleben Sie die Medienbranche als Einsteiger?
Heinicke: «Ich erlebe die Branche als enorm dynamisch. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass sich neue Entwicklungen ergeben. Das macht kontinuierliches Lernen zur Voraussetzung. Genau das reizt mich. Besonders schätze ich die Haltung bei CH Media Mind: Statt den Fokus auf die Herausforderungen zu legen, richten wir den Blick primär auf die Chancen, die dieser Wandel eröffnet. Das motiviert und inspiriert mich.»
Was war Ihre grösste Herausforderung?
Heinicke: «Zu Beginn war für mich vorwiegend die Komplexität der Medienbranche herausfordernd. Es hat Zeit gebraucht, die Vielzahl der Akteure und ihre unterschiedlichen Rollen zu verstehen. Besonders spannend fand ich, dass Unternehmen je nach Thema gleichzeitig Mitbewerber und Partner sein können. Diese Dynamik war für mich neu. Im Eishockey ist das einfacher: Mit dem Gegner gehst du keine Partnerschaft ein...»
Sie haben an der «Trendstudie 2026» von jim & jim, die CH Media Mind als Partner begleitet hat, mitgewirkt. Welche Rolle hatten Sie bei der Studie?
Heinicke: «Ich war an der Entwicklung der Fokusthemen und Fragestellungen beteiligt. Besonders spannend fand ich aber, die Erkenntnisse der Trendstudie gemeinsam mit den Teams bei jim & jim und CH Media Mind in ein Eventformat zu übersetzen. So bereiten wir aktuell die zweite Ausgabe der Foresight Session am 27. August vor. Dort werden die Studienergebnisse vorgestellt und wir blicken gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Medien, Kommunikation und Marketing in die Zukunft.»
In der letztjährigen «Trendstudie» hiess es: «Wer als Marke relevant bleiben wolle, brauche Weitblick, Mut und ein echtes Verständnis für den Alltag der Jungen». Sie sind 26 und damit Teil der Zielgruppe. Haben die Unternehmen mit ihren Marken «ein Verständnis für den Alltag der Jungen»?
Marc Heinicke: «Ich beobachte, dass sich viele Unternehmen intensiv mit den Bedürfnissen und Lebensrealitäten junger Menschen auseinandersetzen. Das zeigt sich etwa in der Wahl der Kanäle oder darin, wie sie zu relevanten Themen kommunizieren. Gleichzeitig reicht es nicht, einfach die Sprache oder die Plattformen der jungen Generation zu übernehmen. Entscheidend ist, die Erwartungen und Werte junger Menschen wirklich zu verstehen und sie konsequent in der Kommunikation und im Angebot zu berücksichtigen.»
Was unterschätzen Marketingabteilungen im Umgang mit jungen Zielgruppen?
Heinicke: «Junge Menschen merken schnell, ob eine Marke authentisch ist oder lediglich einem Trend folgt. Wer langfristig relevant bleiben will, muss Haltung zeigen und diese auch im Alltag einlösen. Für meine Generation zählt weniger, wer am lautesten ist, sondern wer glaubwürdig bleibt. Aufmerksamkeit allein reicht nicht aus.»
Die neue Studie wird am 27. August an der «Foresight Session» im Zürcher Kino Koni präsentiert.




