Über die Verlagsfirma Creative Media GmbH ist am 20. Mai nun der Konkurs eröffnet worden.
Gemäss Recherchen des Klein Reports wurden die Büros am Dienstag in Urdorf versiegelt und die Angestellten freigestellt.
«Das Unternehmen steht ab sofort unter der Verwaltung des zuständigen Konkursamtes des Bezirks Dietikon. Die operative Geschäftstätigkeit wurde per 26. Mai 2026 komplett eingestellt», heisst es auf Anfrage des Klein Reports bei der Creative Media GmbH.
Das auf Verlagsdienste spezialisierte Unternehmen betreute das Anzeigenmarketing, den Anzeigenverkauf, die Abonnementsverwaltung, das Inkasso sowie den Kundenservice von einigen Publikationen wie zum Beispiel «Wir Eltern», «Wohnrevue» oder «Einfach Kochen». Herausgeberin dieser Titel ist die Medien-Atelier Suisse AG.
Der Gang vor das Konkursgericht wurde unumgänglich, nachdem die Medien-Atelier Suisse AG unter der Führung des Eigentümers und Verlegers Fabio Schoch in eine schwerwiegende Liquiditätskrise geraten war, wie der Klein Report mehrfach berichtete.
«Da aufgrund fehlender Mittel für Druck und Papier die Produktion der Magazine im Frühjahr eingestellt werden musste, brach auch der Creative Media GmbH die gesamte Geschäftsgrundlage weg», sagte Verleger Markus Mehr auf Anfrage des Klein Reports am Mittwoch.
Ohne auszuliefernde Hefte hätten keine Abonnementsrechnungen mehr gestellt werden können, was zu einem sofortigen, vollständigen Liquiditätsstopp geführt habe.
«Die Situation, in die die Creative Media und unsere Mitarbeitenden und Partner durch die Zahlungsunfähigkeit des Medien-Ateliers hineingezogen wurden, bedauere ich zutiefst», sagte Mehr betrübt. «Die Creative Media hatte einen guten Ruf, langjährige Mandate und Partnerschaften, welche zu Freundschaften wurden, welche nun abrupt abbrechen und teilweise zerstört werden.»
Am 2. März 2026 wurde Fabio Schoch, der bis zu diesem Zeitpunkt in Personalunion auch als Geschäftsführer der Creative Media GmbH fungierte, per Gesellschafterbeschluss mit sofortiger Wirkung abgewählt und des Amtes enthoben, wie der Klein Report berichtete.
Die interimistische Leitung übernahm Verlagsmanager Roland Oetterli, da Mitinhaber Markus Mehr schwer erkrankt war. Zusammen mit externen Sanierungsexperten wurde eine geordnete Übergabe an das Konkursamt vorbereitet.
«Meine Krankheit hat natürlich ihren Teil dazu beigetragen und leider habe ich die Kontrolle in den letzten zwei Jahren deshalb nicht wahrnehmen können. Aber primär geht es nicht um mich, sondern um Mitarbeiter, Partner und Abonnenten», sagte Mehr zum Klein Report.
Die Priorität in den letzten Wochen sei gewesen, «die Weichen so zu stellen, dass die sensiblen Kundendaten unserer Mandanten lückenlos geschützt bleiben und der Schaden für alle Beteiligten möglichst klein gehalten werden kann».
«Dies wäre nicht möglich gewesen, ohne unsere Mitarbeitenden, allen voran Helga Schönholzer und unserem Geschftsführer ad interim Roland Oetterli, denen ich sehr dankbar bin», erklärt Verleger Markus Mehr, der unverschuldet in diese missliche Lage geraten ist.
Sämtliche Rechte und Pflichten sind mit der Konkurseröffnung nun auf das Konkursamt des Bezirks Dietikon übergegangen.
Gläubiger und betroffene Vertragspartner werden demnach gebeten, ihre Forderungen nach der offiziellen Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) direkt beim Konkursamt anzumelden.



