Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) kritisieren die App «Freifahren», mit der User Standorte von Fahrkartenkontrollen in Echtzeit melden können.
Das Verkehrsunternehmen wirft den Anwendern mangelnde Solidarität vor und sieht in der Nutzung der App eine Unterstützung des Schwarzfahrens, das zu wirtschaftlichen Schäden zulasten «ehrlicher Fahrgäste» führe, wie der «Spiegel» am Freitag berichtet.
Die als «Blitzer-App für Öffis» verbreitete Anwendung hat sich innerhalb kurzer Zeit etabliert. Nach Angaben der Betreiber wurden bereits mehr als 55'000 Kontrollen gemeldet.
Über eine interaktive Karte können Fahrgäste erkennen, auf welchen Strecken aktuell mit Ticketkontrollen zu rechnen ist. Entwickelt wurde das Angebot von einem Verein namens «Freifahren».
Gründer Johan Trieloff begründet das Projekt mit der Situation von Menschen, die wegen wiederholten Fahrens ohne Fahrschein im Gefängnis landen, wie der «Spiegel» weiter schreibt.




