Eine Redaktionskonferenz von St-Paul Médias hat den angekündigten Stellenabbau beim Westschweizer Medienhaus scharf kritisiert.
So wirft die Vertretung der Redaktion der Geschäftsleitung vor, die Kündigungen in einer «unverantwortlichen» Weise umgesetzt zu haben, wie die «Freiburger Nachrichten» berichten.
Unter anderem sei man «empört» darüber, dass «die Hälfte der von einer Entlassung betroffenen Personen 50 Jahre oder älter ist».
Einige der Mitarbeitenden hätten nur noch wenige Jahre oder sogar Monate bis zu einer Frühpensionierung gehabt, was die finanziellen Folgen einer Kündigung verringert hätte.
St-Paul Médias hatte Ende April im Zuge einer Reorganisation die Zusammenlegung seiner drei Medientitel angekündigt, wie der Klein Report berichtete. Statt der ursprünglich geplanten 18 Vollzeitstellen sollen nun 13,5 Stellen abgebaut werden.
Zudem wirft die Redaktionskonferenz der Geschäftsleitung vor, während der Konsultationsphase eingebrachte Alternativvorschläge nicht ernsthaft geprüft zu haben, schreibt die Zeitung weiter auf ihrer Website.
Die Geschäftsleitung wies die Vorwürfe zurück. Ausschlaggebend für die Auswahl seien jedoch die jeweiligen Stellenprofile und nicht das Alter gewesen. Auch die Vorschläge aus der Konsultationsphase seien geprüft und in einem Bericht beantwortet worden.




