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Dienstag
25.08.2026

Medien / Publizistik

Die Journalistinnen Kerstin Hasse (l.) und Gabriella Alvarez-Hummel befragten ihre Kollegen und Kolleginnen in der Creator-Szene... (Bild: Screenshot)

Die Journalistinnen Kerstin Hasse (l.) und Gabriella Alvarez-Hummel befragten ihre Kollegen und Kolleginnen in der Creator-Szene... (Bild: Screenshot)

Journalistische Creators auf TikTok, YouTube oder Instagram gewinnen mehr und mehr an Reichweite. Eine neue Studie hat untersucht, wie sie arbeiten, was sie antreibt und vor welchen Problemen sie stehen. 

Demnach verstehen sich die journalistischen Creators nicht als Gegenmodell zum sogenannt «klassischen» Journalismus. 95 Prozent der Befragten geben an, sich an journalistische Standards zu halten, wie aus dem am Dienstag publizierten Bericht von «The Creator Press» hervorgeht. 

Gleichzeitig arbeiten viele ohne Redaktion, Verlag oder feste Infrastruktur im Hintergrund. Sie publizieren unter anderem auf Instagram, TikTok, YouTube, in Podcasts oder Newslettern und bestimmen Themen, Formate und Veröffentlichungsrhythmus selbst.

Die grösste Herausforderung ist gemäss der Umfrage die Finanzierung. 77,2 Prozent nennen das mangelnde Geld als Problem.

Triebfeder für viele ist die Unabhängigkeit, kreative Freiheit und die Möglichkeit, Themen aufzugreifen, die in etablierten Medien weniger Platz finden. 95 Prozent nutzen KI.

Doch was halten die Creators von den «klassischen» Medienhäusern? 80 Prozent der Befragten würden gerne mit Medienmarken zusammenarbeiten, aber nur 20,3 Prozent fühlen sich von ihnen ernst genommen. 

Der Bericht wurde von den Journalistinnen Kerstin Hasse und Gabriella Alvarez-Hummel verfasst und von der Stiftung Mercator Schweiz finanziert. Die beiden arbeiten unter anderem auch als journalistische Creators.

Insgesamt wurden 79 Creator-Journalistinnen und -Journalisten befragt und 13 vertiefende Interviews geführt.