Die Bundeskanzlei hat den Auftrag für die Entwicklung der neuen Bundesrats-App an die Berner Firma Apps with love AG vergeben.
Die App soll Mitte 2027 verfügbar sein und «die Informationen von Bundesrat und Bundesverwaltung zuverlässig und unabhängig von kommerziellen Plattformen anbieten».
Für Konzeption und Realisierung stehen laut Mitteilung maximal 325’000 Franken bereit. Hinzu kommen Optionen für Betrieb, Wartung, Support und Weiterentwicklung bis 2037. Der ausgewiesene Auftragswert von 3,4 Millionen Franken entspreche «dem maximal möglichen Volumen, nicht den tatsächlich vorgesehenen Ausgaben».
Mit der App sollen Medienmitteilungen, Bundesratsbeschlüsse und Reden «einfach, personalisiert und gebündelt auf Smartphones» verfügbar werden. Neue Inhalte seien dafür nicht nötig: «Für die App werden keine neuen Inhalte geschaffen.»
Als Begründung verweist die Bundeskanzlei auf die wachsende Gefahr durch «KI generierte Fakes und Deepfakes». Deshalb sei es «noch wichtiger geworden, dass die Landesregierung (...) über einen vertrauenswürdigen, von kommerziellen Plattformen unabhängigen Kanal verfügt». Die App solle zudem «auch in Krisen eine zuverlässige Information der Bevölkerung garantieren».
Den Zuschlag erhielt Apps with love AG laut Bundeskanzlei, weil das Angebot «sowohl den am tiefsten bewerteten Preis wie auch das grösste Weiterentwicklungspotenzial» aufweise.
Die Entwicklung beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2026 und soll zehn Monate dauern.




