Die APG hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert: Der börsenkotierte Aussenwerbevermarkter erzielte einen Werbeertrag von 163,6 Millionen Franken, was einem Plus von 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Unter dem Strich stieg der Konzerngewinn um satte 24,9 Prozent auf 15,2 Millionen Franken. Dieses saftige Plus gelang «in einem nach wie vor anspruchsvollen geo- und wirtschaftspolitischen Umfeld mit insgesamt stagnierenden Werbeausgaben im Bereich der klassischen Medien», wie die APG in dem am Freitag publizierten Geschäftsbericht schreibt.
Der bereinigte EBIT legte um 20,1 Prozent auf 17,9 Millionen Franken zu. Gleichzeitig verbesserte sich der Free Cashflow auf 5 Millionen Franken.
Auf der Kostenseite stieg der Personalaufwand um 2,5 Prozent. Dies «aufgrund tieferer Anzahl vakanter Stellen sowie höher erwarteter Leistungsprämien».
Der Betriebs- und Verwaltungsaufwand nahm sogar um 21,8 Prozent zu. «Einmalige Kosten im Zusammenhang mit einem negativen Entscheid eines Schiedsgerichtsverfahrens in Serbien in der Höhe von 2,8 Millionen sowie höhere variable Kosten aufgrund des Umsatzanstiegs» hätten zu dieser Zunahme geführt.
Teilweise sei der Kostenanstieg durch tiefere Marketing- und Beratungskosten kompensiert worden, heisst es weiter.
Zum positiven Ergebnis trugen vor allem höhere Werbeeinnahmen bei. Im Schweizer Markt stiegen die Werbeerträge um 11 Prozent auf 156,4 Millionen Franken. Zugelegt haben beide, die analoge und die digitale Werbeformate sowie fast alle Branchen.
«Insbesondere die politische Werbung (Wahlen und Abstimmungen) verzeichnete eine markante Erholung gegenüber der Vorjahrsperiode», heisst es in dem Bericht weiter.
Die Immobilienerträge liegen 6,6 Prozent unter dem Vergleichszeitfenster im Vorjahr. Die übrigen Betriebserträge betrugen 3,9 Millionen Franken. Darin enthalten ist der Gewinn eines Liegenschaftsverkaufs in Aarau und «Veräusserungsgewinne nicht benötigter Sachanlagen».
Daraus ergab sich im ersten Halbjahr 2026 ein Betriebsertrag von 168,4 Millionen Franken, was einer Zunahme von 12,7 Prozent entspricht.
Was der Werbevermarkter vom Werbemarkt in den kommenden Monaten erwartet, bleibt offen: «Das Planungs und Buchungsverhalten bleibt aufgrund der unvorhersehbaren geo und wirtschaftspolitischen Lage weiterhin stark von Kurzfristigkeit geprägt, weshalb wir auf eine Prognose zum weiteren Jahresverlauf verzichten.»
Auch personell gab es im letzten Halbjahr Veränderungen bei der APG, wie der Klein Report bereits berichtete. Nach der Erhöhung der Beteiligung der NZZ auf 45 Prozent übernahm Felix Graf das Präsidium des Verwaltungsrats. Und Guido Trevisan wird ab September als neuer Leiter Marketing & Business Development und Mitglied der Unternehmensleitung bei dem Vermarkter tätig sein.




