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Montag
06.07.2026

Digital

Tägliche Versorgung wandert in den Onlinehandel. Das zeigen die Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland…

Tägliche Versorgung wandert in den Onlinehandel. Das zeigen die Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland…

Im Onlinehandel sind die Umsätze im ersten Halbjahr um 4,3 % gestiegen. In Deutschland ist E-Commerce zu einer wichtigen Stütze des deutschen Handels geworden.

«Ob reine Onlinehändler, Multichannel-Anbieter oder Händler auf Marktplätzen: Alle konnten im zweiten Quartal an diesem Wachstum teilhaben. Im Detail zeigt sich aber, dass Plattformen und insbesondere Anbieter aus dem asiatischen Raum immer mehr Marktanteile auf sich vereinen», interpretiert Martin Gross-Albenhausen vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland die Zahlen am Montag.

Stärkste Wachstumtreiber waren Anbieter von Waren des täglichen Bedarfs (+10,1 %), vor allem Drogeriehändler (+11,7 %) und saisonal laufende Warengruppen wie DIY & Blumen (10,9 %), Hobby- & Freizeitartikel (7,5 %) und Auto- & Motorradzubehör (+7,6 %).

Versandapotheken steigerten ihren Onlineumsatz mit Medikamenten gar um 13,9 %. Dies sei der stärkste Anstieg seit Einführung des E-Rezepts in Deutschland. Auch der Modehandel legte zu: Hier betrug im ersten Halbjahr die Zunahme 4,4 %.

Die Bereiche Unterhaltung und Einrichtung (jeweils 2,7 %), «vor allem Möbel, Lampen & Dekorationen (-2,1 %) blieben in den Lagern liegen», heisst es vom Verband E-Commerce und Versandhandel. Dank eines stärkeren ersten Quartals liege diese Warenkategorie zum Halbjahr nominal (nicht inflationsbereinigt) noch leicht im Plus.

Erneut zugelegt haben auch Online-Marktplätze mit einem Plus von 6,4 %, die zur Jahresmitte 11,5 Milliarden Euro Umsatz verbuchen konnten. Bei den Herstellerversendern war es ein Anstieg um 6,3 %.

Klassische Onlineshops (+3,8 %) und Multichannel-Händler mit Ursprung im stationären Handel (+2,5 %) hätten zwar weiter zulegen können, «laufen den Entwicklungen im Markt jedoch weiter hinterher», bilanziert der Verband.

Bei den asiatischen Plattformen erreichen die Bestellungen gar Höchstwerte. Der Anteil der grössten asiatischen Plattformen im gesamten E-Commerce wachse weiter und liege Mitte 2026 bei 5,3 %.

Damit entfalle bereits jeder 20. Umsatz-Euro im Onlinehandel auf Temu, Shein, AliExpress oder weitere Anbieter aus Asien.