Klein Report
Mittwoch, 15. August 2007Ein Theaterspektakel um ein Zeitungsprojekt Die Eröffnung des vom Tamedia-Verlag organisierten Zürcher Theaterspektakels und die Ankündigung einer neuen Pendlerzeitung aus dem selben Verlagshaus fielen am Mittwochabend
zeitgleich zusammen - und entsprechend war das Thema beim vorhergehenden Apér gesetzt. Der Klein Report hörte sich um.
«Konkurrenz belebt das Geschäft, und selbst wenn es in Kannibalismus ausartet, muss dies nicht schlecht sein», variierte «Tages-Anzeiger»-Verlagsleiter und Ex-«20 Minuten»-Geschäftsleiter Rolf Bollmann diese Aussage. «Wichtig ist, dass die Marktanteile im Haus bleiben.» Dieser Aussage schloss sich Publicitas-Generaldirektor Otto Meier kurz und knackig an: «Heute hat die Tamedia in der Deutschschweiz mit `20 Minuten` 100 Prozent vom Pendlerkuchen am Morgen. Wenn `.ch` gut gemacht ist, könnte sich dies auf 50 Prozent reduzieren, und wenn ein drittes Produkt kommt, drittelt sich der Markt, aber die Tamedia hat dann zwei Drittel davon - voilà» Bevor damit das Thema präzise auf den Punkt gebracht war, schaukelte ein Teil der Gäste mit dem Schiffs-Shuttle «Etzel» zum Theaterspektakel-Gelände. Dabei stellte sich «Tages-Anzeiger»-Chefredaktor Hartmeier artig dem Schriftsteller Hugo Loetscher vor und plauderte ein wenig mit ihm, bis ihn Journalist und Autor Werner Catrina wieder auf den Boden der Realität holte: «Ist das eine öffentliche Redaktionssitzung?», fragte er zum Titel der Aufführung, die am Abend gegeben wurde. Doch «Burning Daylight» erwies sich zwar als durchaus turbulent, aber künstlerisch doch etwas anders gelagert, was der Qualität keinen Abbruch tat. |
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