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Montag
6.2.2017

Werbung

Brady macht auch in der Pause sein Geschäft

In der Nacht von Sonntag auf Montag geht der Super Bowl 2017 und damit auch eines der grössten Werbespektakel überhaupt über die Bühne. Die Werbeclips in der Halbzeitpause des Finales der National Football League (NFL) im US-Fernsehen werden erneut mit Spannung erwartet.

Wenn ein Millionenpublikum beobachtet, wie die New England Patriots gegen die Atlanta Falcons um den Gewinn des Super Bowl kämpfen, liefern sich einige der grössten Unternehmen in der Halbzeitpause einen Wettstreit um den kreativsten, witzigsten oder aufwändigsten Werbeclip.

Im letzten Jahr verzeichnete TV-Sender Fox in den USA eine Traum-Einschaltquote von 112 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Dementsprechend tief müssen Unternehmen auch in die Tasche greifen, wenn sie am traditionellen Werbewettstreit teilnehmen wollen: Um die fünf Millionen US-Dollar kostet ein 30-sekündiger Spot zur Halbzeitpause.

Wie üblich wurde ein Teil der Werbeclips bereits im Vorfeld der Live-Übertragung veröffentlicht. Und auch dieses Jahr wurden weder Mühe noch Kosten gescheut, um dem Fernsehpublikum einen unterhaltsamen, fesselnden Spot präsentieren zu können.

Wix.com, ein israelisches Unternehmen zur Erstellung von Websites, setzt dieses Jahr beispielsweise auf die Dienste von Hollywood-Actionheld Jason Statham, T-Mobile auf Justin Bieber und Automobil-Hersteller KIA auf Schauspielerin Melissa McCarthy («Mike & Molly»). Und bei der neuesten, sehr unterhaltsamen Werbung von Mercedes führten sogar die oscarprämierten Coen-Brothers - Joel und Ethan - persönlich Regie.

Tom Brady, der als Quarterback der Patriots selber beim Super Bowl spielen wird, wirbt in der Spielpause auch noch für Intel. Ein politisches Statement wird sich Brady wohl eher verkneifen, obwohl er als Freund und Befürworter von Donald Trump gilt. Dafür wird bereits fleissig spekuliert, ob sich Lady Gaga in ihrer musikalischen Halbzeitshow eine kritische Anspielung auf den neuen Präsidenten erlaubt.

Ein bisschen Politik macht übrigens auch Budweiser in seinem Werbeclip: Das Bierunternehmen erzählt die Geschichte von Adolphus Busch, der einst als Migrant Deutschland verlassen hatte, um in den USA sein Bier zu brauen. Als Ausländer hatte er dort zunächst einen schweren Stand, bevor er durch harte Arbeit doch noch den «American Dream» leben konnte.