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Montag
19.11.2018

Medien / Publizistik

Saudischer Botschafter: Khalid bin Salman

In der Aufklärung zum unglaublich perfiden Mord an Jamal Khashoggi erhebt der CIA schwere Vorwürfe gegen den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.

Der US-Geheimdienst sieht den Kronprinzen hinter der Ermordung des Journalisten, nachdem unter anderem ein Telefongespräch zwischen dem Bruder des Kronprinzen und Khashoggi ausgewertet worden ist, wie die «Washington Post» am Freitag bekannt machte. Darin wird der regierungskritische Journalist unter einem fadenscheinigen Vorwand ins Konsulat in Instanbul bestellt.

Der Bruder des Kronprinzen Khalid bin Salman ist der saudische Botschafter in den USA. Gleich nach Bekanntwerden der Vorwürfe des CIA twitterte Khalid bin Salman: «Wie wir der `Washington Post` gesagt haben, war mein letzter Kontakt mit Mr. Khashoggi via Text am 26. Oktober 2017. Ich habe nie mit ihm am Telefon gesprochen und sicher nicht vorgeschlagen, dass er aus irgendeinem Grund in die Türkei gehen solle. Ich bitte die US-Regierung alles zu veröffentlichen bezüglich dieser Behauptung.»

US-Vizepräsident Mike Pence sprach von einer «Gräueltat». Der Mord sei «ein Affront gegen eine freie und unabhängige Presse und die USA sind entschlossen, alle zur Rechenschaft zu ziehen, die für den Mord verantwortlich sind».

Präsident Donald Trump wartet zu. Die Schlussfolgerung, dass Kronprinz Mohammed bin Salman hinter dem Mord an Jamal Khashoggi stecke, sei «sehr voreilig». Er erhalte den vollständigen CIA-Bericht am Dienstag.