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Freitag
01.11.2019

IT / Telekom / Druck

Swisscom: Neukunden nur im TV-Geschäft

Der Konzernumsatz der Swisscom ist im dritten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,7 Prozent auf 8,46 Milliarden Franken geschrumpft. Auch der Reingewinn reduzierte sich um 2,6 Prozent auf 1,18 Milliarden Franken.

«Beim Umsatz haben wir leichten Druck wegen des Preiszerfalls, aber ein gutes, solides Ergebnis», kommentierte Swisscom-CEO Urs Schaeppi am Donnerstag die Zahlen. «Dies trotz Marktsättigung, intensivem Wettbewerb und anhaltend hohem Preisdruck in allen Segmenten.»

Im Gegensatz zu Reingewinn und Umsatz stieg der operative Gewinn vor Abschreibungen (Ebitda) um 4 Prozent auf 3,36 Milliarden Franken. Das Ebitda-Plus sei auf neue Vorschriften für die Buchführung von Leasingverhältnissen zurückzuführen, wie der Telekomkonzern schrieb. Auf vergleichbarer Basis liege das Ebitda «genau» auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Schweizer Kerngeschäft verzeichnete die Swisscom einen Ebitda-Verlust von 1,5 Prozent, der «grösstenteils» mit Sparmassnahmen aufgefangen worden sei. Hierzulande erwirtschaftete der blaue Riese einen Umsatz von 6,37 Milliarden Franken, was einem Minus von 3,3 Prozent entspricht.

Hingegen erhöhte sich bei der italienischen Tochter Fastweb der Betriebsgewinn um 6,7 Prozent. Das Wachstum in Italien zeigt sich auch in den Umsatzzahlen, wobei die Swisscom den Betrag in Euro angibt: Im Vergleich zum Vorjahr hat Fastweb um 4,5 Prozent auf knapp 1,58 Milliarden Euro zugelegt.

Neue Kundinnen und Kunden konnte die Swisscom einzig im Fernsehgeschäft gewinnen. Der Bestand an TV-Anschlüssen erhöhte sich um 2 Prozent auf 1,54 Millionen. Beim Breitband verlor der Konzern 3000 Anschlüsse, bei der traditionellen Festnetztelefonie werden 27'000 Anschlüsse weniger gezählt. Beim Mobilfunk verzeichnet die Swisscom insgesamt 6,36 Millionen Franken (-51'000 Kundinnen und Kunden).