Content:

Freitag
11.01.2019

TV / Radio

Plus für SRF 2, Status Quo bei SRF 1

Die Höhenflüge Schweizer Spitzensportler haben auch die Quoten des Schweizer Fernsehens (SRF) beflügelt. Der zweite Kanal SRF 2 schaffte 2018 ein Plus von 1,4 Prozent auf einen Marktanteil von 11,3 Prozent bei den Personen ab 3 Jahren.

SRF 2 sorgte damit für die positive Gesamtbilanz bei SRF. Zusammen mit SRF 1 und SRF info erreichten die Kanäle gemäss Mediapulse 32,7 Prozent aller Fernsehzuschauer. Der abtretende SRF-Direktor Ruedi Matter sprach vom «höchsten Marktanteil seit Einführung der neuen Messmethode 2013».

«Natürlich spielten die Sportereignisse eine Rolle mit den Olympischen Spielen und der Fussball-WM in Russland», so Matter, der letztmals für SRF die Jahresbilanz vorstellte.

Im März wird er den Stab an Nathalie Wappler übergeben, erklärte er am Donnerstag an einer Telefonkonferenz.

Alleine das WM-Schlagerspiel zwischen der Schweiz und den Fussballkünstlern aus Brasilien lockte im Schnitt 1,6 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Die Eishockey-Nati, die sich bei der WM bis in den Final spielte, der Lauberhorn-Abfahrtssieg von Beat Feuz und der 20. Grand-Slam-Titel von Roger Federer an den Australien Open taten ihr Übriges.

Klammert man den Sport aus, so sind die TV-Reichweiten in der Tendenz rückläufig. Bei SRF 1 stagnierten die Quoten auf dem Vorjahreswert von 19,4 Prozent. «SRF 1 hat sich trotz den super Zahlen von SRF 2 sehr gut gehalten», kommentierte Matter.

«Wir müssen damit leben, dass in absoluten Zahlen immer weniger auf dem Fernseher zuschauen oder im Radio zuhören», erklärte der scheidende SRF-Direktor und sprach von einem schrumpfenden TV-Markt. «Ausserhalb des Sports sind die Reichweiten natürlich gesunken im letzten Jahr.»

Deshalb gehöre neben TV und Radio immer mehr auch Online zum Kerngeschäft von SRF. Speziell für das junge Publikum soll der Online-Bereich gemäss Ruedi Matter forciert werden. «Jede Sekunde sind bei uns online neun Audio- oder Videoangebote gestartet worden», so die SRF-Bilanz der letzten 365 Tage.

Auch Online war das Interesse der Userinnen und User zu den grossen Sportereignissen am grössten. Während den Olympischen Winterspielen und der Fussball-WM in Russland erreichte die SRF-Webseite 13,3 Millionen Visits.