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Samstag
29.06.2019

Medien / Publizistik

«Wir geben Fehler zu und lernen daraus.»

Schweizer Medientitel sorgen zurzeit selber für fette Schlagzeilen: Etwa im Fall von Jolanda Spiess-Hegglin mit ihren Klagen gegen den «Blick». Oder der «Tages-Anzeiger», der sich im Fall Carl Hirschmann entschuldigt hat. 

«Blick»-Chefredaktor Christian Dorer und der stellvertretende Chefredaktor von Swissinfo, Reto Gysi von Wartburg, diskutieren am Samstag im SRF-«Medientalk» über die «Selbstkorrektur-Funktion» im Schweizer Journalismus. Auch Balz Rigendinger, bei Swissinfo Redaktionsleiter Schweiz, ist zu Gast bei Salvador Atasoy.

Die beiden eingeladenen Redaktionen sind in letzter Zeit für einzelne Geschichten gerügt worden. Swissinfo kassiert mit einem Artikel zur «No Billag»-Initiative sogar eine Rüge der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI).

«Lernen die Redaktionen aus Fehlern? Und wie gut greift die interne Qualitätskontrolle?», fragt SRF in der Ankündigung.

Der «Blick» will unter der neuen Chefredaktion wieder die Urteile des Presserats veröffentlichen und hat ein Redaktions-«Manifest» verfasst. Das Dokument, das online ist, listet acht Grundsätze auf wie «Blick ist relevant» oder «Blick unterhält». Unter dem achten und letzten Punkt «Blick ist transparent» steht: «Wir geben Fehler zu und lernen daraus. Wir halten uns an die medienethischen Grundsätze.»