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Dienstag
18.12.2018

IT / Telekom / Druck

«Ein grosses Ärgernis dieses Jahr»: Swisscom

Nichts hat Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten in diesem Jahr mehr verärgert als verspätete Online-Lieferungen, unfreiwillige Abo-Wechsel der Swisscom und aggressives, meist unerlaubtes Telefonmarketing.

Auf Platz eins der Ärgernisse des Jahres 2018 stehen Konsumverträge: 6'035 Konsumentinnen und Konsumenten haben wegen Lieferproblemen, Produktemängeln oder Garantiefragen eine der drei grossen Schweizer Konsumentenschutz-Organisationen Stiftung für Konsumentenschutz, Fédération Romande des Consommateurs oder die Associazione Consumatrici e Consumatori della Svizzera Italiana kontaktiert.

Besonders häufig sorgten Lieferverzögerungen beim Online-Shopping für rote Köpfe. Insbesondere bei Vorauszahlung sind Kunden bei Verzögerungen verunsichert, ob ihre Bestellung überhaupt wahrgenommen wurde oder ob sie allenfalls einem Fake-Shop aufgesessen sind.

Platz zwei auf der Ärger-Liste belegen die Telekomanbieter: «Speziell die unfreiwilligen Abo-Wechsel der Swisscom waren dieses Jahr ein grosses Ärgernis», teilte die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen am Montag mit. Daneben sorgten auch überteuerte Roaming-Gebühren, kurze Zahlungsfristen oder versteckte AGBs für die insgesamt 3'472 Reklamationen.

Knapp dahinter liegen aggressive Verkaufsmethoden, allen voran die meist unerwünschten Telefon-Werbeanrufe. Trotz Sterneintrag im Telefonbuch oder Stopp-Werbung-Kleber am Briefkasten belästigen zahlreiche Unternehmen die Konsumentinnen mit Telefon- oder Papierwerbung. Das sorgte für 3346 Beratungsanfragen, Beschwerden oder Meldungen bei den drei Konsumentenschutz-Organisationen.

Mit einem Total von 20`499 war die Zahl der Beschwerden im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent rückläufig. Grund für die Entspannung ist, dass das allergrösste Konsumentenärgernis des letzten Jahres unterdessen weggefallen ist: Gemäss Entscheid des Bundesgerichtes muss die unrechtmässig erhobene Billag-Mehrwertsteuer, die 2017 für über 19`000 Beschwerden und Anfragen sorgte, definitiv an die Konsumentinnen und Konsumenten zurückerstattet werden.