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Donnerstag
11.07.2019

Medien / Publizistik

Inhaftiert: Al-Omari, Al-Sada, Al-Sunaidi (v.l.)

An einer Konferenz für Pressefreiheit in London hat Reporter ohne Grenzen (ROG) am Mittwoch über bisher geheim gehaltene Gespräche informiert, welche die Organisation mit Regierungsvertretern von Saudi-Arabien geführt hat. Bewirkt hat das Vorsprechen in Riad bisher nicht viel.

Im April war eine Delegation der Journalistenorganisation in den Wüstenstaat gereist, wo sie unter anderem beim Medienminister Turki al-Shabanah, dem Justizminister Mohammed bin Saleh al-Samaani und dem Generalstaatsanwalt Saud al-Mojeb vorsprachen und die Freilassung von etwa 30 willkürlich inhaftierten Journalisten verlangte.

«Die Gespräche wurden bislang nicht öffentlich gemacht, um der saudi-arabischen Regierung während des Ramadan die Gelegenheit zu geben, mit der Freilassung inhaftierter Medienschaffender ein Zeichen zu setzen», informierte ROG.

Immerhin ist in vier Fälle etwas Bewegung gekommen: Die Journalisten Eman al-Nafjan und Hatun al-Fassi wurden kürzlich unter Auflagen freigelassen. Und Marwan al-Muraisi und Abdelrahman Farhaneh, deren Verbleib längere Zeit unklar war, konnten ihren Familien mitteilen, dass sie im Gefängnis sind.

2020 übernimmt Saudi-Arabien die G20-Präsidentschaft.