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Donnerstag
11.5.2017

Medien / Publizistik

Heller: «Ziel, mit breitem Angebot zu starten»

«Eine digitale Plattform für alle, die gerne essen und kochen»: Mit diesen Worten bewirbt Ringier Axel Springer seinen neuen Gault-Millau-Channel, der erst vor wenigen Tagen live gegangen ist. Mit dem Klein Report sprach Urs Heller, Chefredaktor von Gault Millau Schweiz und Geschäftsführer Zeitschriften Schweiz bei Ringier, über den geglückten Start.

Für «Foodlovers und Lifestyler» soll er sein, der Gault-Millau-Channel. Zumindest wenn es nach Ringier Axel Springer geht. Das Medienunternehmen setzt beim Content seiner neuen Webseite unter anderem auf Rezepte von bekannten Schweizer Köchen, die sich direkt am Herd filmen lassen. So gibt es unter anderem jede Woche ein neues Videorezept von 19-Punkte-Chef Andreas Caminada. Zudem bietet der Channel auf «einen Klick die Bewertungen und Beschreibungen der 800 besten Schweizer Restaurants» und Wein- und Hotelempfehlungen, wie das Zürcher Joint Venture schreibt.

Live ist der Channel erst seit Ende April, trotzdem ist bereits ein breites Angebot an Artikeln abrufbar. Chefredaktor Urs Heller sagt dazu gegenüber dem Klein Report: «Selbstverständlich hat die Content-Redaktion bereits in den Wochen zuvor Texte geschrieben, Rezepte beschafft und Videos gedreht. Unser Ziel war es, mit einem breiten Angebot an den Start zu gehen.»

Die Geschichten werden dabei laut Heller von den vier Mitarbeitern des Gault-Millau-Channels und von verschiedenen Freelancern verfasst. Zudem haben die verschiedenen Partner – unter anderem Mondovino, Globus, BMW oder Nespresso – die Möglichkeit, «Sponsored Stories» zu verfassen. «Zusätzlich nutzen wir das riesige Know-how unserer Partner; sie sind gute Gesprächspartner für unsere Experteninterviews», so Heller.

Die Beiträge der Köche auf der Seite liefern diese indes gratis. «Die Starchefs werden nicht bezahlt. Es ist eine Win-win-Situation: wir erhalten die Rezepte, die Köche zum Nulltarif die Publizität», führt Urs Heller weiter aus.

Über den Start des Food-Channels zeigt er sich zufrieden: «Wir sind happy, gewinnen täglich neue Freunde. Aber wir sind erst seit kurzem online und sind noch sehr zurückhaltend in der Kommunikation.» Eine erste verlässliche Bilanz werde man Anfang Oktober ziehen, wenn der Guide GaultMillau 2018 vorgestellt und der Channel nochmals optimiert werde. Im Oktober geht dieser dann auch in der Romandie an den Start.

Entwickelt hat Ringier Axel Springer den Channel auf Drupal 8, zusammen mit den Zürcher Designerinnen Nina Thoenen und Ulrike Beling.