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Sonntag
16.9.2012

Im Schloss Sihlberg in Zürich hat das International Radio Festival, ein Branchentreffen für Programmschaffende von Musikradios, stattgefunden. Gemeinsam mit Berufsleuten aus verwandten Branchen wie Social Media, Musikindustrie und Marketing haben sie am B2B-Forum des International Radio Festivals während den letzten drei Tagen die Herausforderungen der Zukunft diskutiert und einen Einblick in die Radiobranche in den jeweiligen Herkunftsländern gegeben.

Aus der Schweiz nahmen Vertreter von SRF, Privatradios sowie aus der Werbe- und Musikbranche teil. Der von den Verbänden VSP (Verband Schweizer Privatradios), Unikom (Union nicht-kommerzorientierer Lokalradios in der Schweiz) und der Mediengewerkschaft SSM (Syndikat Schweizer Medienschaffender) unterstützte Anlass verzeichnete mehr als hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Zu den Highlights des B2B-Forums gehörte der Talk mit den Machern der DRS3-Musiksendung «Sounds!», welche mit dem Preis des Festivals für die beste Schweizer Radiosendung des Jahres ausgezeichnet wurde. Im Gespräch gaben «Sounds!»-Musikredaktor Urs Musfeld, London-Korrespondent Hanspeter Künzler sowie ehemalige «Sounds!»-Moderatoren wie Christoph Schwegler und Dani Hitzig einen Einblick in die Geschichte der allerersten Schweizer Radiosendung mit populärer Musik.

Ebenso aufs Schweizer Publikum unter den Gästen ausgerichtet war die Gesprächsrunde zur Frage der Zukunft der Schweizer Radiolandschaft mit Bakom-Vertreter René Wehrlin, der bekräftigte, dass die Abschaltung des UKW-Netzes zurzeit nicht diskutiert werde.

Daneben erhielten die Schweizer Radioschaffenden einen Einblick in die Radiobranche anderer Länder. Inhaltlich lag der Schwerpunkt des diesjährigen B2B-Forums auf zwei gewichtigen Entwicklungen: Erstens auf der Frage nach der Rundfunktechnologie der Zukunft - setzt sich DAB durch oder bleibt UKW der wichtigste Kanal? Oder kommt sogar das in den USA verbreitete HD-Radio? Zweitens auf der Frage der Bedeutung der sozialen Medien: Beeinflussen sie das Radio zum Guten oder zum Schlechten?