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Dienstag
14.12.2010

Seit zwei Monaten gibt es das Magazin «neuland» im Internet (www.neuland-mag.net). Der Start verlief nach Mass. «Wir rennen mit dem Magazin offene Türen ein», sagt «neuland»-Herausgeberin Judith Stofer am Montag gegenüber dem Klein Report. «Jetzt haben wir schon doppelt so viele Abos verkauft, wie im Businessplan vorgesehen war.» Jeden Monat erscheint eine neue Ausgabe des Online-Magazins, das auf nachhaltige Berichterstattung - vornehmlich, aber nicht nur - im Bereich Kultur setzt. «Die Texte sollen auch nach zwei Wochen nicht an Aktualität einbüssen», so Stofer. «Das Magazin ist für Leute, die sich mit komplizierteren Themen auseinandersetzen und Zeit investieren wollen.»

Schon die Titelseite der Website ist ein Mittel der Langsamkeit: Das browserfüllende Bild wird jeweils von Künstlern entworfen und von der Redaktion kuratiert. Ebenso kuratiert ist auch der Audio-Stream, der in jeder Ausgabe neben den verschiedenen Berichten angeboten wird. «Wir gehören zu den neuen Medien, sind aber wie ein klassisches Magazin aufgebaut», meint Stofer. Man versuche, das Internet in seiner schrillen, schnellen und lebendigen Art zu entschleunigen.

Aufgebaut wurde das Magazin «neuland», das als Verein konstituiert ist, von den drei Herausgeberinnen und Herausgebern Anita Hugi, Judith Stofer und Daniel Hitzig. Sie haben während eineinhalb Jahren das Konzept aufgebaut und sie sind es auch, die nun jeweils die Ausgaben zusammenstellen. Unterstützt werden sie von einem Kernteam, das für gewisse Aufgaben verantwortlich zeichnet, und von zahlreichen freien Autorinnen und Autoren. Sämtliche Mitarbeitenden arbeiten im Moment noch ohne Bezahlung. Das soll sich laut Herausgeberschaft aber noch ändern. «Wir sind noch in einer Testphase, die Abläufe müssen sich einspielen», so Stofer.

Das Magazin ist kostenlos und verzichtet auf Werbung, die Einnahmen kommen von Spendern und freiwilligen Abonnenten, die zusätzlich zu den Ausgaben auch noch exklusiven Zugang zum Archiv erhalten. «Wir haben noch viele Ideen, wie wir für die Abonnenten Mehrwert schaffen könnten», sagt Stofer. Einzig bei den Spendeneinnahmen hapere es noch. «Da müssen wir noch einige Arbeit investieren», so die Herausgeberin. «Die ersten sechs Ausgaben sind geplant. Danach ziehen wir eine erste Bilanz.»