Content:

Dienstag
01.01.2019

Medien / Publizistik

Wer finanziert was? Fatih-Moschee in Bremen

In Deutschland verlangt das Auswärtige Amt von Saudi-Arabien und den Golfstaaten, Zahlungen an Moscheen in Deutschland anzumelden.

Gleichzeitig überprüfen der deutsche Verfassungsschutz und der BND, wie die Einflussnahme der radikalen islamischen Propaganda in Europa eingedämmt werden kann.

Anders als in der Schweiz werden in Deutschland Staaten, die Terroristen unterstützen, kontrolliert. Während die damalige Justizministerin Simonetta Sommaruga im Frühling 2018 noch meinte, «Muslime dürfen nicht unter Generalverdacht» gestellt werden und der Schweizer Nationalrat jede Überprüfung der Finanzierung von Moscheen ablehnte, stellt die deutsche Expertengruppe im Namen der Regierung fest, dass die «salafistischen Missionierungsaktivitäten aus den arabischen Golfstaaten» einen alarmierenden Umfang erreicht haben.

Zu beobachten sei eine «langfristige Strategie der Einflussnahme», wie es in der «Süddeutschen Zeitung» vom Freitag heisst.

Seit Jahren wird der Geldstrom aus den Golfstaaten in den deutschen Medien diskutiert und kritisiert. Die Brisanz der Unterwanderung bisher einigermassen liberaler Moscheen wurde nur durch Medien- und unabhängige Expertenberichte bekannt.

Auch in der Schweiz ist die ausländische Finanzierung von Moscheen ein wichtiges öffentliches Thema. Unter anderen veröffentlicht Investigativ-Journalist Kurt Pelda permanent seine fundierten Recherchen und Beobachtungen - publiziert unter anderem im «Tages-Anzeiger».

Doch die Schweizer Politik hat sich – nicht zuletzt auf Druck des sozialdemokratisch geführten Justizdepartementes und der guten saudiarabisch-schweizerischen Beziehungen – gegen jegliche Überprüfung der Finanzströme entschieden.

Deutschland geht nun, nicht zuletzt aufgrund des Drucks der öffentlichen Expertenmeinung, einen anderen Weg.