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Samstag
11.05.2019

TV / Radio

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat den Umsatz im ersten Quartal trotz geringerer Werbeumsätze um 4 Prozent auf 913 Millionen Euro gesteigert. Hingegen war das um Sondereffekte bereinigte Ebitda um 5 Prozent rückläufig. Auch die Gewinnprognose für das laufende Jahr fällt aufgrund von Investitionen in die eigene Streaming-Plattform «Joyn» negativ aus.

«Die gesamten TV-Werbeerlöse und die gesamten Entertainment-Werbeerlöse gingen um jeweils etwa 4 Prozent zurück», teilte ProSiebenSat.1 am Donnerstag mit.

Dies, obwohl Sendungen wie «Germany`s next Topmodel» und «The Voice Kids» den TV-Zuschauermarktanteil auf 27,9 Prozent anhoben - seit 2016 erzielte der Konzern in einem ersten Quartal keine besseren Quoten.

Das finanziell schwächelnde Entertainment-Geschäft konnte durch höhere Erträge in den Segmenten «Content Production & Global Sales» (Red Arrow Studios) sowie «Commerce» (NuCom Group) überkompensiert werden, was zum Umsatzwachstum führte.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank erwartungsgemäss auf 190 Millionen Euro (-5 Prozent). «Hier wirkten sich wie angekündigt niedrigere Werbeeinnahmen sowie Investitionen im Entertainment-Segment auf die Profitabilität und Ergebnisentwicklung der Gruppe aus.»

Oberste Priorität hat in den kommenden Monaten gemäss Max Conze, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE, die Lancierung einer Streaming-Plattform zusammen mit dem Eurosport-Unternehmen Discovery.

Ab Juni sollen unter der Marke «Joyn» ein Livestream von über 50 TV-Sendern und ein umfangreiches On-Demand-Angebot an eigenproduzierten Serien, Shows und exklusiven Previews angeboten werden.

Aufgrund der Investitionen ins Entertainment-Geschäft rechnet der Konzern für das zweite und dritte Quartal jeweils mit einem «deutlichen Ergebnisrückgang». Für das Gesamtjahr erwartet ProSiebenSat.1 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang des bereinigten Ebitda um einen «mittleren zweistelligen Millionenbetrag».