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Freitag
28.12.2018

TV / Radio

Koller besuchte den «richtigen» Millionär

Nach der grossen Auslosungspanne bei der SRF-Sendung «Happy Day», kurz vor Weihnachten, hat es im zweiten Anlauf dann doch noch geklappt: Röbi Koller und sein Kamerateam waren am Donnerstag beim «richtigen» Millionär, Kurt Huber, und haben mit ihm den obligaten Siegerbericht für die nächste Show abgedreht.

Die Aufregung nach dem Lostopf-Fiasko ist einige Tage nach der Show vom letzten Samstag weitestgehend abgeklungen. «Die grosse Mehrheit hat sehr verständnisvoll reagiert», sagte Swisslos-Mediensprecher Willy Mesmer am Donnerstag dem Klein Report über die Reaktionen, nachdem bei der 30. «Happy Day»-Sendung ein Millionär gekürt wurde, der eigentlich gar nicht teilnahmeberechtigt war. Der Fehler wurde bemerkt, die Ziehung unterdessen wiederholt: «Der eine oder andere spricht von ‚Lug und Trug’, aber diese Stimmen sind die Ausnahme», so Mesmer.

Auch der Zürcher, der in der Livesendung fälschlicherweise als Millionär genannt wurde, habe «sehr angenehm und verständnisvoll» reagiert, als ihm der Ziehungsverantwortliche am Sonntagmorgen um 8.45 Uhr per Telefon den Fehler erklärte. «Bis dahin wusste er gar nicht, dass er als Millionär gezogen wurde. Er hat mir dann ohne Diskussionen bestätigt, dass er am Samstagabend während der Sendung nicht erreichbar war», versicherte Mesmer. «Dazu hatte er auch gar keinen Grund. Denn er erklärte mir, dass er den Losabschnitt gar nicht selber abgeschickt hatte. Jemand anderes muss das für ihn gemacht haben.»

Am Donnerstagvormittag wurde dann der neue, richtige «Happy Day»-Millionär gekürt und informiert. Im zweiten Anlauf ging offenbar alles reibungslos. «Er war telefonisch erreichbar, das Kamerateam und Moderator Röbi Koller konnten ihn noch am gleichen Tag besuchen, um bei ihm zu Hause in Sissach den üblichen Bericht über den Gewinner zu drehen», erklärte der Swisslos-Mediensprecher.

Immerhin ein Trostpflaster gibt es für die neun Teilnehmer, die nicht gewonnen haben – darunter also auch der Zürcher, dessen Los Herbert Grönemeyer in der Liveshow gezogen hatte. «Sie alle sind an der nächsten Sendung vom 23. Februar 2019 als Saalkandidaten dabei», so Mesmer.

Damit spielen die Nicht-Millionäre um Naturalpreise mit einem Wert von etwa 15'000 Franken. Einer von ihnen darf in den sogenannten «Happymat» und kann während 20 Sekunden so viele 1000-Franken-Noten einsammeln, wie möglich. Laut Willy Mesmer ist das mehr als nur ein schwacher Trost: «An der letzten Sendung sammelte der Teilnehmer 152'000 Franken im 'Happymat'.»

Derweil ziehen Swisslos und das Schweizer Fernsehen ihre Lehren aus der verpatzten «Happy Day»-Auslosung. «Es gibt einige Dinge, die wir künftig anpassen. So wird in der Sendung die Zeitspanne zwischen der Ziehung der 20 Lose und der Ermittlung des Gewinners um drei bis vier Minuten vergrössert, damit wir genauer arbeiten können.»