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Donnerstag
23. Mai 2013, 22:50
«Die Zukunft der Fach- und Spezialmedien wird digitaler werden»
22:38
Mittwoch
17.11.2010

Die erste Referentin an der Trendtagung für Fach- und Spezialmedien in Zürich, Martina Steinröder von der gleichnamigen Consulting-Firma, sprach Klartext in Sachen digitale Zukunft. Eine Umfrage unter den Fachverlegern in Deutschland ergab, dass das Thema Digitalisierung und Online die Verlagsunternehmen am meisten beschäftigt. Dann listete die Referentin alle Fakten auf, welche die Zukunft der Fachmedienwelt beeinflussen: Die Digitalisierung verändert den Markt und damit auch das Informationsverhalten. Neue Wettbewerber treten auf dem Markt auf. Das Bedeutungsangebot von Print muss neu definiert werden; «Printprodukte müssen neu erfunden werden», so appellierte Martina Steinröder an die Adresse der Fachverlage. 

Im Übrigen steige der Preisdruck, und auch das entsprechende Personal für modernisierte Verlage fehle. Welche Änderungen bestimmen heute das Verlagsumfeld, fragte die Referentin weiter. Über Content oder Inhalt zu verfügen, genüge heute nicht mehr. Es brauche neue Angebote wie Apps über iPhone und iPads. Die Wertschöpfungskette zerfalle; neue Player tauchten im alten Bereich auf. Die User stellten ihre Informationen selber ins Netz, so Martina Steinröder weiter.

Zu sechs Schwerpunkten sieht sie Handlungsbedarf: Die Produktentwicklung sei äusserst wichtig. Neues und kompetentes Personal für die Digitalisierung sei wichtig und dies müsse die Aufgabe der Fachverlage werden. Prozesse müssten revidiert und neu gestaltet werden. Auch Investitionen seien notwendig, um die gewünschten Innovationen auslösen zu können.

Als strategische Ziele formulierte die Verlagsberaterin vier Ratschläge: Achtsamkeit, um alle Veränderungen in der Branche zu erkennen; rasches Handeln, was die Verlage bisher kaum gekannt hätten, so Martina Steinröder. Digitale Kompetenzen aufbauen, um auch im Online- und Mobil-Business bestehen zu können. Viertens, meinte die Referentin, sei Flexibilität angesagt. Vernetztes Arbeiten sei gefragt und es sollten auch Kooperationen oder «Partnering» wie in den USA angestrebt werden. Nur so würden die Fachverlage die Zukunft meistern.

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