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Freitag
24. Mai 2013, 19:54
Das Schweizer Fernsehen entdeckt seine Liebe zum Fussball
08:50
Montag
23.07.2012
Schweiz

72 Jahre nach Pelé hat also auch das Schweizer Fernsehen den Fussball als beliebteste Publikumssportart entdeckt. Von alleine wären die Schwing- und Skisprung-Fans vom Leutschenbach wohl nicht darauf gekommen - es brauchte die (halb-)private Konkurrenz des Pay-TV-Senders Teleclub, der mit seinen Liveübertragungen der Super League seit einigen Jahren beachtliche Erfolge feiert, trotz der mediokren Qualität der Übertragungen.

Den Poker um die Übertragungsrechte der Swiss Football League der Saison 2012/13 und der vier folgenden Spielzeiten hat die SRG zwar gegen Cinetrade und Swisscom verloren. Nach heftigem Schmollen und der Drohung, fortan gar keine Spiele der Schweizer Liga mehr zu zeigen, hat sich das Schweizer Fernsehen dann doch noch eines Besseren besonnen und ein 36 Spiele umfassendes Free-TV-Paket erworben.

Ab der neuen Saison, welche vor einer guten Woche gestartet ist, überträgt die SRG also pro Woche ein Spiel live, immer sonntags um 16 Uhr auf SF 2, RTS und RSI. Auch in den Sportsendungen wie «sportaktuell» und «sportpanorama» wurde der einheimische Fussball aufgewertet - mit einem eigenen akustischen und optischen Signet, einem «Super League Song» der Bieler Band FOX und dem Ausbau von Hintergrundberichten zur einheimischen Fussballliga, vor allem im «sportaktuell» vom Freitag. Neu ist auch ein fixer Ausstrahlungstermin der Fussball-Zusammenfassung im «sportpanorama» - immer um 18:50. Bislang musste der geneigte Fussballfan am Sonntagabend Beiträge übers Hornussen und irgendwelche OL-Rennen in Skandinavien über sich ergehen lassen, bis dann irgendwann lieblos produzierte Zusammenfassungen aus der Super League ausgestrahlt wurden. Jetzt kann man immerhin gezielt einschalten.

Natürlich wird Fussball in den Sportsendungen im Vergleich beispielsweise mit einer ARD-«Sportschau» nach wie vor stiefmütterlich behandelt, aber die Bemühungen, dem Fussball endlich den ihm gebührenden Stellenwert einzuräumen, sind beim Schweizer Fernsehen unübersehbar.

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Nun sollte die Wettbewerbskammer am Landgericht Köln entscheiden. Doch das Gericht arbeitet offensichtlich auf eine gütliche Einigung hin, der Richter forderte die Parteien zu weiteren Verhandlungen auf. Fest steht bereits, dass das Gericht die ARD-App nicht verbieten wird. Eine feste Definition von «presseähnlichem Charakter» ist laut dem Gericht schwierig. Bei den Verlegern sollten die Schwerpunkte bei Text undweiter lesen...