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Donnerstag
6.12.2018

TV / Radio

148 Stimmen für Viola Amherd

Die Schweizer Regierung besteht neu aus drei Frauen und vier Männern - die neue Zauberformel bleibt erhalten.

Die Bundesratswahlen waren am Mittwochmorgen spektakulär unspektakulär: Beide Favoritinnen wurden mit deutlicher Mehrheit im ersten Wahlgang gewählt. Karin Keller-Sutter erreichte 154 Stimmen der Vereinigten Bundesversammlung, Viola Amherd wurde mit 148 Stimmen ebenfalls deutlich gewählt. Die ärgste Konkurrentin für den CVP-Bundesratssitz, Heidi Z`graggen, erhielt 60 Stimmen.

Die Wilerin Keller-Sutter wies in ihrer Antrittsrede darauf hin, dass mit ihrer Wahl endlich das schmerzhafte Kapitel der FDP-Frauen abgeschlossen werden könne. Und die Walliserin Viola Amherd, die Nachfolgerin von Doris Leuthard, betonte: «Wichtig ist für mich, dass wir einander mit Respekt begegnen und einander zuhören und dass wir auch bereit sind, Kompromisse einzugehen.»

Die Departementsverteilung wird innerhalb des Bundesrates voraussichtlich am Freitag besprochen. Nach dem Abgang von Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann werden das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) und das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) frei. Möglich ist, dass es zu einer grösseren Rochade kommt.

Die Unaufgeregtheit der Bundesratswahlen ist in diesen Zeiten grosser politischer Herausforderungen erstaunlich. Es bleibt abzuwarten, ob diese politische Kultur von Respekt, Fraktionsdisziplin und staatspolitischer Verantwortung auch das Wahljahr 2019 prägen wird.