Klein Report
Dienstag, 9. Februar 2010 |
| Realsatire an der Churer Fasnacht Es ist Fasnacht in Chur, und die ganze Stadt hält sich den Bauch vor lachen. Grund dafür sind aber nicht etwa die lustigen Narren in den Gassen, sondern ein peinlicher Hahnenkampf zwischen Mediengockeln. Nachdem Sefan Bühler in der Churer Fasnachtsszeitung «Schparz» mit einem träfen Spruch beehrt wurde, lief dieser Sturm: «Diese haarsträubende Geschichte kann ich mir nicht gefallen lassen», wetterte Bühler gegenüber dem Klein Report, als würde er auf einem Fasnachtswagen intrigieren. Doch er meint es ernst: «Ich überlege mir, gegen die verantwortlichen «Schparz»-Redaktoren rechtlich vorzugehen.» Korpus delikti ist ein etwas flapsiger Satz in der traditionell bissigen Fasnachtszeitung, der den umtriebigen Bündner Medienmann auf die Schippe nimmt: «Medienkonvergenz kann auch heissen, eine konkursite Druckerei mit seinem Radio Südost und den Millionen vom Bund und Roger Schawinski («As isch mini Idee gsi») sanieren zu wollen.» Obwohl Bühler in der Bündner Tageszeitung «Südostschweiz» beteuert, dass seine Casanova Druck und Verlag AG im letzten Jahr einen «schönen Gewinn erzielt hat», fühlt sich Bühler, der zusammen mit Roger Schawinski den Radiosender Südost als Konkurrenzsender zu Radio Grischa aufbauen möchte, offenbar in seiner Persönlichkeit verletzt. Doch damit nicht genug. Während auf Churs Strassen lustige Konfetti die Kinderaugen zum Leuchten bringen, zieht Bühlers Animosität die gesamte Bündner Medienlandschaft in ihren Bann. «Wir nehmen derzeit keine Stellung zu dieser Angelegenheit», sagte «Schparz»-Sprecher Reto Küng klipp und klar gegenüber dem Klein Report. Auch David Sieber, Chefredaktor der «Südostschweiz», möchte nach einem Telefonat kein Zitat von sich im Klein Report lesen. Aus Angst, selber auf die Anklagebank gezerrt zu werden, druckte die «Südostschweiz» den oben zitierten Satz aus der Fasnachtszeitung in ihrem Artikel erst gar nicht ab. Der Streit zwischen Stefan Bühler und dem Medienimperium Lebrument ist offenbar derart erbittert, dass sie nicht einmal zur Karnevalszeit zu einem Spässchen aufgelegt sind. Dass zwei «Schparz»-Redaktoren, die früher auf der Lohnliste von Bühlers Casanova Druck und Verlag AG standen, heute bei Südostschweiz-Verleger Hanspeter Lebrument arbeiten, wird Bühler erst recht auf die Palme getrieben haben. Bleibt zu hoffen, dass die Bündner Spassbanausen wieder zu ihrem Humor zurückfinden. (08.02.) |
| Google setzt sich gegen Entblössungs-Vorwurf zur Wehr Nachdem der Klein Report am Sonntag die Äusserungen der deutschen Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner gegen den Internetdienst Google Street View veröffentlicht hatte, meldete sich Google Deutschland am Montag zu Wort. «Wir sind überrascht über die Äusserungen von Ministerin Aigner, zumal für den Dienst hierzulande bereits seit mehr als einem Jahr im Einklang mit den deutschen Datenschutzbehörden Fotoaufnahmen getätigt werden», lässt Lena Wagner, Communications & Public Affairs Manager von Google Deutschland AG, ausrichten. Street View erleichtere auf vollkommen legale Weise die Orientierung und erfreue sich in 18 Ländern weltweit grosser Beliebtheit, so die Google-Sprecherin weiter. Dabei macht Wagner gar ein Gesprächsangebot: «Wir würden die Möglichkeit begrüssen, mit der Ministerin über Street View und den haltlosen Vorwurf der Erstellung von Personenprofilen zu sprechen.» Des Weiteren sei volle Transparenz und Wahlmöglichkeit «integraler Bestandteil» des Google-Services. Jeder Nutzer habe die Möglichkeit, ein Veto gegen Abbildungen seines Hauses einzulegen, die noch vor der Einführung von Street View in Deutschland entfernt würden. (08.02.) |
| Neue Leitung und neu im Team bei «20 Minuten Online»-Verkauf Sandro Albin hat die Leitung des Verkaufsteams von «20 Minuten Online» übernommen. Seit mehr als zwei Jahren als Sales Manager Online & Crossmedia bei «20 Minuten Online» tätig, kennt Albin die Branchenbedürfnisse bestens, wie der Verlagsleiter Marc Lottenbach am Montag meldete. Neu im Team sind seit Ende 2009 Marco Beccarelli (ehemals Gebietsverkaufsleiter National bei Punkt.ch) und Cedrick Wolf (ehemals Media Consultant Online bei Mediacom). Beide haben profunde Kenntnisse im Media-Bereich und ergänzen das Team. Im Bereich AdManagement wirkt neu Markus Fischer als gewandter Techniker, der durch sein Know-how als Mediamatiker wichtige Inputs für die reibungslose Abwicklung der Online-Kampagnen geben wird. (08.02.) |
| Teleboy ist jetzt auch ein Online-Videorekorder Teleboy.ch lanciert mit Teleboy REC den ersten kostenlosen Online-Videorekorder der Schweiz. Mit einem einzigen Klick lassen sich beliebige Sendungen aus einem Angebot von über 50 TV-Sendern aufnehmen und danach zu einem beliebigen Zeitpunkt anschauen. Der Dienst ist ab sofort in einer Beta-Version verfügbar. Teleboy.ch ist nach eigenen Angaben der meistbesuchte Online-TV-Guide der Schweiz. Der neue Online-Videorekorder lässt sich über ein rotes Aufnahmesymbol anklicken. Diese befindet sich neben jedem TV-Sendungs-Eintrag. Klickt man das Aufnahmesymbol an, wird die Sendung gespeichert und dem Nutzer danach als Video-Stream zur Verfügung gestellt. Zu den 50 Fernsehsendern gehören neben beliebten Schweizer Sendern auch internationale Digital-TV-Sender wie zum Beispiel Phoenix, ZDF Neo, BBC Entertainment oder ITV 1 und 2. Teleboy-Nutzer können somit also fernsehen, wann und wo sie wollen. Und das ohne Spezialsoftware, eine E-Mail-Adresse und ein PC oder Mac mit Internetanschluss sind das einzige, was sie dazu brauchen. Herausgegeben wird Teleboy.ch vom Zürcher Verlag Cinergy AG, der ausserdem viele namhafte Schweizer Medienhäuser mit Content in den Sparten Kino, TV und Events versorgt. Cinergy publiziert auch Cineman.ch, Cineman.de, i.Cineman.ch und Moonwalk.ch. (08.02.) |
| Rückgang der Verkaufszahlen von US-Zeitschriften Die Zeitschriften und Magazine in den USA befinden sich weiterhin unter Druck: Der Verkauf an Kiosken und im Ausland ging in der zweiten Hälfte 2009 um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Im ersten Halbjahr hatte die Verkaufseinbusse gar 12 Prozent betragen, teilt das Audit Bureau of Circulations (ABC) in New York am Montag mit. Weniger stark entwickelte sich der Rückgang bei den Abonnements. Diese Zahl sank im zweiten Halbjahr 2009 um 1,1 Prozent. Der Gesamtrückgang bei den Verkäufen pendelte sich jedoch bei 2,2 Prozent ein. Nach Auskunft des Audit Bureau of Circulations, das im Auftrag der Verlage und der Werbewirtschaft die Auflagen und Verkäufe errechnet, ist nicht klar, ob dieser Auflagenschwund eine Folge der Wirtschaftskrise oder einer Abwanderung von Lesern ins Internet ist. Das Anzeigengeschäft der Zeitschriften und Magazine war im Jahr 2009 um einen Viertel eingebrochen, wie die Nachrichtenagenturen und die Fachpresse kürzlich meldeten. (08.02.) |
| 24 Stunden nonstop über Olympische Winterspiele Getreu dem Motto «At the Heart of the Action» wird Eurosport die Zuschauer live und täglich 24 Stunden nonstop mitten ins olympische Geschehen, das vom 12. bis 28. Februar 2010 in Vancouver stattfindet, mitnehmen. Insgesamt 400 Stunden sind geplant, davon täglich bis zu 15 Stunden live. Dies teilte Eurosport Deutschland am Montag mit. Aktuelle Nachrichtenformate sowie zeitversetzte Übertragungen der wichtigsten Entscheidungen und parallel gelaufener, nicht live gezeigter Wettkämpfe am Tage sollen das Olympiaprogramm abrunden. Erstmals will dazu Eurosport HD die Emotionen und Dramatik von Winterspielen in gestochen scharfer HD-Qualität bieten. Dazu werden 500 Mitarbeiter in ganz Europa rund um die Uhr beschäftigt sein, um den Zuschauern die bestmögliche Olympia-Übertragung zu sichern. 50 Mitarbeiter sind direkt vor Ort, inklusive fünf eigene Kamerateams, die fürs TV und die Eurosport Webseite direkt auf Stimmenfang gehen. Ebenfalls fast rund um die Uhr am Telefon sind die Kollegen der Eurosport Zuschauerredaktion in München. (08.02.) |
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