Klein Report
Samstag, 31. Juli 2010 |
| Locarno: MovieAllStars versus Pro Cinema-Kicker Locarno und seine Filme auf der Piazza Grande wie in den Sälen sind eine Sache, das traditionelle Kickertreffen im Stadion Lido eine andere. Seit 25 Jahren ist Filmjournalist Michael Lang schon dabei und hat den fussballerischen Event massgeblich mitgetragen und entwickelt - vom Spielacker neben der Morettina bis zum Stadion. Er hätte dazumal fussballerisch die Medienhäuser Ringier und Tages-Anzeiger vertreten, berichtet der leidenschaftliche Fussball- und Filmfan. «Das ging damals noch.» Unter der präsidialen Fürsprache von Raimondo Rezzonico erhielten die Balltreter aus der Filmbranche und der Presse Gastrecht im Stadion Lido zu Locarno. Einige Jahre war auch der Fussballer und Schauspieler Hannes Schmidhauser («Ueli der Knecht», «Ueli der Pächter«) mit von der Partie, dem der Pokal gewidmet ist. So ist es bis heute geblieben, und so kicken sie denn - die MovieAllStars unter Coach Michael Lang, ausgerüstet und angefeuert von Frank «Hubi» Hubrath (Leiter 3sat Schweiz), gegen die ProCinemaKickers am Donnerstag, 5. August, Anpfiff um 17.30 Uhr. Nach neusten Klein Report-Kenntnissen kann Movie-Coach Lang auf Goalie Patrick Fleischli aus Luzern bauen, Mitspieler Pascal Trächslin (Cineworx) feiert just am Spieltag Geburtstag. Lang und Hubbrath erwarten «lustvolles Engagement, fussballerische Leidenschaft, Respekt vor dem Gegner» und natürlich einen Sieg, Es wäre der vierte hintereinander. Die Erwartungen beim gegnerischen Coach Felix Hächler (Filmcoopi) sind etwas gedämpft. Er klagt gegenüber dem Klein Report über etliche Absagen, etwa von zwei Spielern mit Nationalliga-Erfahrungen, beide von Impuls Home Entertainment. Immerhin sollten gestandene Fussballer wie Roger Crotti, Managin Director (Walt Disney Studios, Switzerland) und Simon Hess, Filmproduzent («Rocksteady», «Max Frisch, Citoyen») auflaufen. Hächler hofft, mindestens eine Elf zusammen zu bekommen. So oder so - unerbittlich naht Locarno und damit der Kickoff im Lido. (30.07.) |
| Rolf Müller verlässt Publica Data AG Der Geschäftsleiter der Publica Data AG, Rolf Müller, verlässt auf Ende November 2010 das Unternehmen. Er hat die Kündigung eingereicht, wie Manuel Dähler, Direktor der Mediapulse AG, gegenüber dem Klein Report am Freitag bestätigte. Es sei eine normale Kündigung und man habe gegenseitig vereinbart, das «Arbeitsverhältnis auf Ende November aufzulösen».In einem Schreiben an die Stiftungsräte heisst es, Müller werde eine neue Herausforderung annehmen. Zurzeit weilt Müller in den Ferien. Als Nachfolger von Rolf Müller wird neu ein Leiter der Abteilung Marketing & Verkauf der Mediapulse Gruppe gesucht, wie Manuel Dähler weiter dem Klein Report berichtete. Die Mediapulse AG befindet sich vollständig im Besitz der Mediapulse Stiftung für Medienforschung. Die Mediapulse AG und die dazu gehörige Publica Data AG erarbeiten für die in der Schweiz aktiven Radio- und TV-Medien die Marktdaten. (30.07.) |
| «Ktipp» und «Saldo» bei der Post künftig ohne Vorzugstarife Die Publikationen des Verlages Konsumenteninfo profitieren in Zukunft nicht mehr von verbilligten Posttarifen. Das Bundesgericht hat einen entsprechenden Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes bestätigt, der bereits im letzten Jahr gefallen war. Bis 2007 hatte der Verlag bei der Zustellung der Publikationen Preisermässigungen erhalten. Vorzugstarife dürfen nur an Organisationen gesprochen werden, die nicht gewinnorientiert sind. Die Publikationen des Verlages werden aber nicht gegen eine Mitgliedschafts-, sondern gegen eine Abonnementgebühr verteilt. Der Mitgliederstatus wäre aber notwendig, um den Anspruch auf vergünstigte Tarife geltend machen zu können. Zu den Publikationen des Verlages Konsumenteninfo gehören neben «K-Tipp» und «Saldo» auch der «Gesundheitstipp», «K-Geld», «Haus & Garten», «Bon à Savoir» und «Tout Compte Fait», «plädoyer» und der «kulturtipp». (30.07.) |
| Mehr Vielfalt dank DAB+-Empfang in der Zentralschweiz Am Freitag nahmen die Antennen Rigi-Kulm und Oberdorf-Nesselboden ihren Betrieb auf. Damit kann auch die ganze Zentralschweiz und Solothurn flächendeckend mit dem modernen Radiostandard DAB+ versorgt werden. Zwölf weitere Radios stehen damit in der Region den Hörerinnen und Hörern zur Verfügung. «Wir wussten, dass DAB+ kommt, aber wir haben nicht geahnt, dass es so schnell geht», sagte Geschäftsleiter und Programmführer David Kaufmann am Freitag gegenüber Klein Report. Das Digital Audio Broadcasting (DAB) ist ein grosser Schritt nach vorne. Mit dem digitalen Radio fällt die Frequenzsuche weg und neben dem Audiostream können auch Daten wie etwa Bilder oder Angaben zu Songtiteln und Interpreten übertragen werden. Doch der Siegeszug von DAB+ ist auch von den Empfangsgeräten abhängig. «Er steht und fällt mit den Autoherstellern», sagte Kaufmann. «Denn es kommt darauf an, wie schnell die Autoradios die DAB+-Sender empfangen können.» Er geht davon aus, dass DAB+ in drei Jahren das Standardübermittlungsformat sein wird. Bis es der Kurzwelle (UKW) an den Kragen geht und sie verdrängt wird, könnte es noch einige Jahre dauern. Bereits bei der Mittelwelle hat es laut Kaufmann sehr lange gedauert: «Wir sind in der Schweiz hinterher.» Die private DAB+-Sender sind «Energy Züri», «Radio Basel», «Radio Top Two», «Radio Life Channel», «SwissMountainHolidayRadio», «Radio Eviva», «Backstageradio», «Radio Maria Deutschschweiz», «Radio Inside» und «Open Broadcast». (30.07.) |
| Schweizer Radio International: Erste Sendung vor 75 Jahren Der Kurzwellendienst «Schweizer Radio International» sendete vor 75 Jahren zum ersten Mal in die Welt hinaus. Die Sendung «Stimme der Schweiz im Ausland» startete am 1. August 1935 mit Bundespräsident Rudolf Mingers Worten «liebi Schwiizer und Schwiizerinne in Südamerika». Die Sendung wurde bis 2004 ausgestrahlt, ehe sie endgültig vom Nachrichtenportal swissinfo.ch, die in neun Sprachen wie Arabisch oder Chinesisch abrufbar ist, abgelöst wurde. Das Portal ist allerdings schon seit 1999 online. 1953 wurde der Kurzwellendienst in die Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft integriert. 1978 erhielt die «Stimme der Schweiz im Ausland» den Namen «Schweizer Radio International». (30.07.) |
| Kunden wollen Konditionen der Agenturen nach unten handeln Die PR-Akademie Rhein-Main und das Communication-College haben eine Umfrage unter 20 Agenturen zum Thema Rabatte und Agenturkonditionen durchgeführt. Es sei heute keine Leistung mehr sakrosankt, heisst es in der Pressemitteilung. Mindestens 50 Prozent der Befragten bestätigen, dass Agenturkonditionen bei Aufträgen an Bedeutung gewinnen. So werde von Kunden etwa nachgefragt, ob bei den Druckkosten Rabatte an den sie weitergegeben würden. 15 Prozent der Agenturen geben an, dass die Kunden die Agenturkonditionen verhandeln wollen. Auf der anderen Seite sind es aber auch 6 Prozent, welche fast nie Rabatte fordern, 30 Prozent immerhin fast nie. Damit bekomme ein strategisches Supply Management einen immer höheren Stellenwert, heisst es in der Mitteilung weiter. (30.07.) |
| Filmcoopi am Filmfestival Locarno: Markante Präsenz Im Gegensatz zur Filmproduktion Dschoint Ventschr ist die Filmcoopi ansehnlich am Filmfestival Locarno vertreten, etwa mit dem Familiendrama «Songs of Love and Hate» von Katalin Gödrös im Internationalen Wettbewerb. Dieser Schweizer Film spielt in einem idyllischen Tessiner Winzerdorf, in dem die Harmonie gestört und zerstört wird. Ein anderer Film, von der Filmcoopi verliehen, wird auf der Piazza Grande zu Locarno aufgeführt (10. August): «The Human Resources Manager» von Eran Riklis. Die Kamera bei diesem Drama führt der Aargauer Rainer Klausmann («Der Untergang», «Der Baader Meinhof Komplex», «Soul Kitchen»). Die Filmcoopi ist überhaupt sehr gut am Filmfestival vertreten - mit weiteren Filmen wie «Cosa voglio di piu» von Silvio Soldini oder «Guru - Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard» von Sabine Gisiger und Beat Häner in der Sektion Appellations Suisse. So ist denn Felix Hächler, der seit 32 Jahren bei der Filmcoopi wirkt, sehr zufrieden mit der Locarno-Präsenz und wünscht sich «ein spannendes Festival». Dass der Schweizer Tag und die entsprechende Party im Rahmen des Locarneser Festivals abgeschafft wurden, ist ihm eigentlich egal. Über Erwartungen, Ansprüchen an das Festival unter neuer Führung wollte sich Hächler gegenüber Klein Report nicht äussern. «Als Verwaltungsrat des Festivals gebe ich keine Kommentare zum Festival.» Also abwarten und Tee (oder aus dem Boccalino) trinken und anschauen - ab 3. August auf der Piazza mit Gratisaufführung von Daniele Luchettis Beziehungsdrama «La nostra vita» (21.30 Uhr). Offziell wird das Filmfestival am 4. August eröffnet - mit Benoit Jacquots «Au Fonds des bois» auf der Piazza Grande. Es endet am 14. August mit den Leoparden-Verleihungen. (30.07.) |
| Andy Lehmanns letzter Tag als CEO Andy Lehmann hat als CEO von Aegis Media Group Switzerland in Zürich seinen letzten Tag am Freitag absolviert. Ab Montag wird Christof Kaufmann seinen Posten einnehmen, wie Andy Lehmann am Freitag dem Klein Report meldet. «Ich werde die knapp 7 Jahre bei Aegis Media in sehr guter Erinnerung behalten. Es war eine herausfordernde und ereignisreiche Zeit, in einem sich in den letzten Jahren dramatisch wandelnden Medienmarkt», hält Andy Lehmann fest. Besonders freue er sich auf die «unternehmerische und persönliche Unabhängigkeit». Ab Oktober wird Lehmann als Berater wirken und seine Erfahrungen, sein Wissen und Beziehungsnetz für Projekte und Konzepte von Medienunternehmen einbringen. Weitere Informationen auf www.andylehmann.ch. (30.07.) |
| Tomorrow Focus legt kräftig zu Der deutsche Internetanbieter Tomorrow Focus konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um satte 45 Prozent auf 59,2 Millionen Euro steigern. Allein im zweiten Quartal erhöhte der Konzern den Umsatz um 9,5 Millionen Euro. Gestiegen sind die Umsätze in allen drei Segmenten E-Commerce, Portale und Technik. Das EBITDA verbesserte der Konzern auf 7 Millionen Euro, was gegenüber der Vorjahresperiode einem Plus um einen Fünftel entspricht. Den grössten Zuwachs verzeichnete der Bereich Portale, in dem die Einnahmen um knapp 60 Prozent auf 13,6 Millionen Euro gestiegen sind. Das kleinste Segment Technik wuchs um 45 Prozent auf 4,2 Millionen Euro an. Beim Hauptgeschäft, dem E-Commerce legte Tomorrow Focus um 40 Prozent auf 41,4 Millionen Euro zu. Zur Tomorrow Focus AG gehören im Bereich E-Commerce die Portale «Holidaycheck», «Elitepartner» oder «Playboy». Das Unternehmen vermarktet zudem Portale wie «Chip online», «Faz.net», «gutefrage.net», «meinestadt.de,» «Focus online», «nachrichten.de» oder «Jameda». (30.07.) |
| Saxo Bank wertet Tour de France-Sponsoring aus Das Team von Fabian Cancellara und den beiden Schleck-Brüdern hat das Sponsoring-Engagement bei der Tour de France ausgewertet. «Das Sposoring hat sich nicht nur als gute Gelegenheit für Markenpflege erwiesen, sondern hat auch die Wiedererkennung des Namens Saxo Bank gefördert», sagte Lars Seier Christensen, der Mitbegründer und Co-CEO der Saxo Bank. Über fünfmal mehr Surferinnen und Surfer fanden während des Radrennens den Weg auf die Website www.saxobanktakingthelead.com, die Suchanfragen auf Google verdoppelten sich und auf Twitter folgten über 4500 Followers dem Radsport-Gezwitscher, das live über den Rennfortschritt informierte. Das Team Saxo Bank belegt in der Weltrangliste den zweiten Platz. (30.07.) |
| Google-Blockade in China war kleiner als angenommen Der Konzern Google gab am Donnerstag bekannt, dass ihre Internetdienste in China doch nicht in dem Ausmass geblockt worden sind, wie man anfangs angenommen hatte. Aufgrund der Art der Datenerhebung sei es möglich, dass die Blockaden überschätzt werden könne, schreibt das Unternehmen. Die Blockierungen sind oft nicht vorhersehbar und können von Region zu Region unterscheiden, schreibt das Wall Street Journal. Google stellt die Informationen zur Erreichbarkeit der eigenen Dienste in China online. Vollständig geblockt werden etwa YouTube, aber auch Picasa und Blogger. Teilweise geblockt werden Google-Docs und Google-Groups. (30.07.) |
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